Mittlerweile habe ich mich sehr gut eingelebt und sogar schon ein
bisschen Thai gelernt. Die Mitarbeiter sind sehr nett und wir
verstehen uns alle hervorragend, so dass das Arbeitsklima sehr angenehm
ist.
Mae Sot ist eine Kleinstadt und bietet mir und anderen Freiwilligen
die Möglichkeit, Erfahrungen untereinander auszutauschen. Viele
Ausländer arbeiten für die internationalen Hilfsorganisationen hier in
Mae Sot. Ich kenne noch lange nicht jede Ecke von Mae Sot, aber was
nicht ist, kann ja noch werden. Am Anfang war alles noch sehr
verwirrend für mich, aber mittlerweile finde ich mich schon ganz gut
zurecht. Die Menschen hier sind freundlich und teilweise schon an die
vielen Ausländer gewöhnt. Es ist kein Problem, die Kleinstadt auf
eigene Faust zu erkunden. Das trägt dazu bei, dass ich mich hier sehr
sicher fühle.
Was mich am meisten berührt, sind unschuldigen Opfer dieses Krieges.
Immer wie-der erreichen uns Nachrichten, dass neue Angriffe auf
Flüchtlingslager in Burma er-wartet werden. Die Folgen solcher
Angriffe, zeigen sich auch hier in Mae Sot ganz deutlich. Vor einigen
Wochen habe ich das thailändische Krankenhaus in Mae Sot besucht um
Blut zu spenden. Dort sah ich mehrere Reihen von Mienenopfern in einem
Raum und die Zimmer waren restlos überbelegt. Der thailändische Arzt
hat uns erzählt, dass sie zu wenig Blutkonserven haben. Das gespendete
Blut, wird innerhalb von fünf Tagen aufgebraucht. Für mich war es eine
traurige, aber dennoch lehrreiche Erfahrung. Vor allem aber hat mich
bewegt, dass SPDC Soldaten (State Peace and Development Council, das
ist der offizielle Name der Militärregierung in Burma) und Flüchtlinge
nebeneinander liegen.
Zuvor haben sie sich noch bekämpft und jetzt teilen sie dasselbe Schicksal.
sabine garrett
schrieb am 26.11.2009 um 20:12:06
hi lilli, danke für deinen offiziellen bericht....schick mir doch mal ne mail mit nem inoffiziellen bericht, was bei dir so los ist....tät mich freuen grusskuss sabine
Auf diesen Kommentar antworten