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Buddhistische Mönche bauen Schulen im Shan Staat – Helfen ohne Grenzen hilft
Die Projekte von Helfen ohne Grenzen sind meist in Camps für die Flüchtlinge entlang der Grenzlinie von Thailand zum Shan Staat/Burma. Wir versuchen die Flüchtlinge von innerhalb des Shan Staates aufzufangen und zu versorgen. Dies gelingt uns zwischenzeitlich ganz gut. In den Shan Staat selbst kommen wir nicht hinein. Dieser ist von der burmesischen Armee besetzt. Täglich erhalten wir Nachrichten von Grausamkeiten und Menschenrechtsverletzungen.
Wäre es nicht gesund und notwendig auch die Menschen innerhalb des Shan Staates zu versorgen, bevor sie zu Flüchtlingen werden. Die Kinder kennen keine Schule, selbst das Erlernen der eigenen Shan Sprache ist verboten.
Wie die meisten wissen ist Burma ein vom Buddhismus geprägtes Land. Die Mönche und die Klöster selbst sind auch als soziale Einrichtungen zu verstehen. In den Klöstern findet die Menschen Schutz, Nahrung, einen Schlafplatz und oft finden die Kinder eine kleine Schule im Kloster, in der die Mönche den Unterricht gestalten. Das Land Burma, ebenso der Shan Staat sind durchzogen von einer stattlichen Anzahl von Klöstern. Die Sanga besteht aus etwa 400.000 Mönchen.
In Zusammenarbeit mit anderen vor Ort tätigen Organisationen wurde ein Programm ausgearbeitet, das für die Menschen innerhalb des Shan Staates von großem Nutzen sein wird. Im März 2009 fand bereits der erste Kurs statt, der zweite wird im Oktober stattfinden. Teilnehmen werden 10 Äbte, stellvertretend für ca. 500 Mönche. Auch 5 Leherer werden an dem Training teilnehmen. Alle müssen große Entfernungen zurücklegen. Die Äbte und Mönche sind gut in Pali und Buddhismus ausgebildet. Leider sind sie nicht so fit in den weltlichen Bereichen. In einem unserer Camps werden die Äbte und Lehrer ein zweiwöchiges Intensiv-Training absolvieren. Mathematik, Wissenschaft, Burmesisch, die Shan Sprache, Englisch, Geschichte und Geographie stehen auf dem Stundenplan der zukünftigen Schulen.
Die Äbte und Lehrer werden ihr Wissen über die Struktur einer Schule, des Stundenplans und Lehrfächer an die Mönche weitergeben, welche widerum im Shan Staat Schulen bauen werden. Nicht Schulen wie bei uns, Dschungelschulen, einfache Strukturen. Jeder Abt will 10 Schulen bauen. Dafür wollen sie kein Geld von uns, das lehnten sie ab, sie werden das gemeinsam mit den Kommunen innerhalb des Shan Staates tun. Nur für die Schulung der Äbte und Lehrer entstehen uns Kosten in Höhe von 2.600 €- Helfen ohne Grenzen übernahm dieses Projekt in voll.
Die burmesische Junta gibt jährlich nur etwa 2% für Gesundheit und schulische Ausbildung aus, 70% gehen an das Militär. Überall ist das Ausbildungssystem in einem furchtbaren Zustand. Eine Taktik der Junta ist es natürlich das gewöhnliche Volk dumm zu halten.
Wir denken, Ausbildung und Wissen ist das größte Kapital, das man jemanden mit auf den Weg geben kann. Wir sind sehr angetan von dem Angebot der Äbte. Ohne sie wäre so ein Projekt gar nicht durchführbar. Wie viele Kinder kann man in 100 Schulen unterrichten, wie viele Leben in die richtige Richtung lenken.
Wir sind sehr glücklich darüber, nun auch indirekten Zugang zu den Menschen innerhalb des Shan Staates zu haben. Nur über die Mönche ist dies möglich!
Eine super Aktion, die hoffentlich erst ein kleiner Anfang ist. Sollten Sie für dieses Projekt spenden wollen, tuen Sie das bitte mit dem Stichwort "Sanga".
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Stichwort: "Sanga"
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