Schutz. Hilfe. Ausbildung. für die Bürgerkriegsflüchtlinge in Burma

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Unsere Hebamme Jana und das medizinisches Team im Einsatz

"Mittags erreichten wir die Grenze, 100m weiter war schon das Camp, am Eingang die Schule. Der Lehrer, einzig englisch sprechender Mensch des Camps, war so happy über unser Kommen. Er hat uns gleich mal in sein Haus eingeladen zum Kaffee. Sofort kam der Campleader dazu, mit einem thailändischen Bekannten. Der hat uns dann begutachtet, war aber ganz freundich. Der Lehrer hat uns dann aufgeklärt, dass die Leute vom Camp freundschaftlich mit den Thais verbunden sind. Ist ja auch echt gut, wenig Streß an der Grenze zu haben. Die Thais haben sich bei uns sogar bedankt. Seb und Chris konnten dann noch mit dem Campleader ihre "Problemfälle" klären. Es gibt z.B.eine Frau, die wohnt in einem Dorf in Grenznähe, die HIVpos im Schnelltest von den Christiane und Sebastian war. Sie soll ins Krankenhaus zur Überprüfung, ihre Familie möglichst auch. Das wurde dann im Laufe des Tages an die Frau weiter gegeben und in dieser Woche wird sie noch ins Krankenhaus hier in Mae Hong Son gehen. So lange werden wir dann noch hier sein. Auch die anderen Patienten mit HepB pos. haben wir gesehen und befragt. Sie gehen regelmäßig ins Krankenhaus zur Kontrolle.

Spannung direkt vor der ImpfungDie Kosten übernehmen Cristiane und Sebastian. Ehrlich, so ein Engagement ist Wahnsinn. Sie wohnen in den billigsten Zimmern, verzichten auch mal auf Essen, um so viel wie möglich von ihren Ersparnissen den Flüchtlingen zu geben.

Dann hat die Frau vom Lehrer sich getraut, mich um Rat zu fragen.Sie hat eine Geschwulst auf dem Kopf, sieht aus wie eine Infektion nach einem Stich. Ich hoffe mal, ich konnte ihr helfen.

Wildes Getümmel im SchulhofDie Zeit ist so schnell verrannt, dass plötzlich die Schule aus war und die Kinder zu ihren Hütten laufen wollten. Der Lehrer hat sie dann zurück gerufen. Auf dem Schulhof sind die Kinder dann angetreten, die Kleinen, die Impflinge mussten nach vorn und sich schon mal zum Impfen anstellen. Ich hab dann doch alles durcheinander gebracht, weil ich vorgeschlagen habe, den Süßkram zu verteilen, um die Situation zu entspannen. Der wurde dann auch gerne abgeholt, natürlich mit einem ordentlichen Mai Soong Kha und die Kinder mussten sich in Reih und Glied anstellen. An so was werde ich mich wohl nie gewöhnen..."

Geduldiges Anstehen vor der Impfung"Die Kleinsten waren dennoch abgelenkt vom bevorstehenden Impfstress. Ich war so erschrocken, wie winzig hier die 5-7 jährigen sind. Die Kleinsten würden locker für drei Jahre durchgehen. Alle hatten zwar die selben Trainingsanzüge an, aber viele Kinder hatten lange Zeit "kein Wasser gesehen". Auch hatten fast alle Kinder verfaulte Zähnchen. Aber sie sind alle doll tapfer gewesen. Das Impfen ging echt gut mit unserem Ablenkungsprogramm. Tränen gab es nur bei einem kleinen Mädchen im Voraus. Die Lehrerin hatte sie dann auf dem Schoß, Sebastian hat in der anderen Richtung Faxen gemacht, da war sie ganz erstaunt, als alles vorbei war. Jedes Kind hat aufs Pflaster ne Sonne von mir gemalt bekommen. Ein Winzling ist voller Stolz, den Arm präsentierend zu seinen Kumpels gerannt, gestolpert und hingeplatscht. Da war das Gelächter groß! Auf jeden Fall wurde ich total gelobt, dass alles so reibungslos gelaufen ist, ohne Heulerei usw. Bei dem Sani zuvor gab es wohl immer Geschrei und festhalten müssen..."

Erst mal Angst Dann Freude, dass es so schnell ging Aber auch immer wieder Skepsis ... die mit Mut gemeistert wird


Kommentare

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schrieb am 04.08.2010 um 18:50:05

Hepatitis B Impfstoff muss nicht verworfen werden. Das war Verschwendung. S. WHO Literatur die Module ueber vaccination. Waerme empfindlich sind DPT, OPV Hep B vaccine ist allerdings KAELTEempfindlich, einmal gefroren ist der Impfstoff zu verwerfen. Wegen der Waermeunempfindlichkeit wird Hep B Impfstoff daher in Indonesien bereits an TBA (Trad Hebammen) verteilt, die bei Aussentemperatur die Ampullen bis zu 4 Wochen lagern, Impfwirkung ist noch voll da. Wir haben an der MaeTaoClinic ein HepB Impfprogramm eingefuehrt, gerne dort Kontakt aufnehmen, da wir einiges an Literatur sogar ins Burmesische fuer die Medics uebersetzten liessen. SMRU in MaeSotmacht grosse Impfprogramme an der Thai Burma ...

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