Schutz. Hilfe. Ausbildung. für die Bürgerkriegsflüchtlinge in Burma

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10.000 Menschen vertrieben, 40 Dörfer zerstört, 500 Häuser niedergebrannt

Am 27. Juli 2009 startete die burmesische Armee (Tatmadaw) eine 5-tägige Offensive im Zentral-Shan-Staat gegen die dortigen Bewohner, dem Volk der Shan. Seit nun fast 50 Jahren werden die Shan aus ihrem eigenen Staat vertrieben. Massenvergewaltigungen und willkürliche Exekutionen sind an der Tagesordnung. Seit 1996 wurden alleine im Shan Staat etwa 3.500 Dörfer niedergebrannt, Menschen gefoltert, vergewaltigt  und getötet. Derzeit sind schätzungsweise knapp 200.000 Menschen auf der Flucht. Sie hatten Glück mit dem Leben davon gekommen zu sein. Ihr Besitz, ihre Lebensgrundlage wurde ihnen genommen, die Reisfelder vermint, die Wasserbüffel und sonstige Farmtiere geschlachtet oder erschossen. Im letzteren Fall muss der Bauer dann die Kugel bezahlen.

Normalerweise kommen die burmesischen Soldaten in die Dörfer, bei guter Laune geben sie den Bewohnern einige Stunden Zeit, um ihre Dörfer zu verlassen, oft schießen sie aber einfach auf alles und jeden, brennen die Häuser nieder, vergewaltigen die Frauen, häufig werden diese dann umgebracht. 

Der am längsten anhaltende Bürgerkrieg der neueren Geschichte, 50 Jahre Genozid, von der Weltgemeinschaft kaum beachtet. Die burmesischen Generäle unterdrücken nicht nur das eigene Volk in Burma, ein Vielvölkerstaat bestehend aus 136 verschiedenen Völkern, jedes mit eigener Sprache, Kultur und Traditionen. Das Volk der Shan hat in Burma den größten Bevölkerungsanteil (10%) nach den Burmesen mit etwa 60%.

Ein Shan Dorf wird von den burmesischen Soldaten überfallen und zerstört. Die Menschen fliehen, versuchen ihr Leben und ihre Habe zu retten.

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10.000 Menschen wurden alleine bei der letzten Offensive vertrieben, vom 27.Juli bis 1.August 2009, in ganzen fünf Tagen. Über 40 Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht, 500 Hütten abgefackelt, dutzende von Menschen ermordet. Uns liegen detailierte Berichte über entsprechende Einzelfälle vor, unvorstellbare Grausamkeiten.

Menschen auf der Flucht, Richtung Thailand.

  

 

Laut Berichten ist für September eine neue Offensive der burmesischen Armee gegen das Volk der Shan geplant. Seit Monaten werden Shan Kinder und Jugendliche aus den Schulen und Familien geholt und von der burmesischen Armee als Kindersoldaten zwangsrekrutiert. Perfide, sie werden ausgebildet gegen das eigene Volk zu kämpfen. Das ist eine schlimme Situation und es sind schlimme Nachrichten, denen wir fast hilflos gegenüber stehen. Helfen ohne Grenzen ist keine politisch, sondern humanitäre Hilfsorganisation. Die Flüchtlinge versuchen wir in unseren Camps und Projekten aufzufangen, ihnen Schutz, Hilfe und  später auch Ausbildung zu geben.

Seit einigen Tagen erreichen uns aus den Lagern entlang der Grenze die Nachrichten über die Neuankömmlinge aus dem Innern des Shan Staates. Wohin sollen diese Menschen? Wir versuchen unser Bestes und müssen uns nun auf die große Anzahl der Flüchtlinge vorbereiten. Diese Menschen müssen versorgt werden und wir benötigen einen Vorrat an Nahrung, Kleidung, auch die medizinische Erstversorgung muss gewährleistet sein. Die Kinder sind in der Regel unterernährt, traumatisiert, viele haben ihre Eltern und Familien verloren.

In dieser Notsituation benötigen wir Spender, die uns helfen die neu angekommenen und die zu erwartenden Flüchtlinge in unseren Camps und Projekten zu versorgen. Es werden nicht wenige sein, der finanzielle Aufwand ist gering, die Auswirkung groß.

Wir danken ganz herzlich!

Ihr Helfen ohne Grenzen Team

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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