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Waisenkinder in Loi Kaw Wan feiern Shan New Year 2104
Den Menschen, die noch immer mit der Unterdrückung der burmesischen Soldaten in ihrem eigenen Land, dem Shan Staat, leben müssen, ist es nicht erlaubt ihre eigene Sprache zu lernen, ihre Traditionen und ihre Kultur zu praktizieren. Nur im Grenzgebiet zu Thailand ist dies für die Flüchtlinge in geschützter Umgebung möglich, z. B. in den von uns betreuten Lagern und in kleinen Dörfern und Städten entlang der Grenze.
Bei einem Besuch letzten Monat im Camp Loi Kaw Wan, noch vor dem Shan New Year, äußerten die Waisenkinder dort einen Wunsch. Unser Prinzipal sagte nur, die Waisenkinder hätten ein Anliegen, aber das müssen sie selbst mit uns besprechen. Da saßen dann die Kinder und 77 Augenpaare guckten uns hoffnungsvoll an. Die meisten von ihnen waren noch nie im nahe gelegenen thailändischen Dorf, nur etwa 30 min entfernt. Eine vollkommen fremde Welt für sie, aber genau dort wollten sie hin.
Noch nie hatten sie eine beleuchtete Straße gesehen, oder eine Feier erlebt, mit einer Bühne und einer echten, lebendigen Person auf der Bühne. Ein Karusell kannten sie auch nicht, was sich natürlich zum absoluten Renner entwickelte, die Fahrt für etwa 40 Cent.
Das Problem war nur das nicht vorhandene Geld für die Fahrt in das Dorf und ein bisschen Taschengeld für das Karussell, Luftballons und Nudelsuppe. Für den Transport in das Dorf mieteten wir zwei Trucks, packten die 77 Kinder, die Lehrer und Betreuer hinten drauf und los gings.
Für die Kinder ein unvorstellbares Erlebnis, das sie alle mit großen Augen durch die neue Welt gehen ließ. So gegen 22:00 Uhr meldeten sich bereits die Kleinsten; Teacher, ich bin müde; Teacher, ich habe Hunger. Aber durchgehalten haben sie dann alle bis nach Mitternacht.
Zum Neujahrsfest wünschten sie sich noch was Besonderes zum Essen, ein kleines Schwein. Gut, das Schwein wurde geschlachtet und bei dem ersten BBQ das die Kinder jemals hatten, verschwand es in deren Bäuchen. So etwas Gutes bekommen sie normalerweise nicht.
Eine schöne Geschichte, bei der nicht nur die Kinder glücklich waren. Die finanzielle Belastung hielt sich in Grenzen, ganze 400 € haben wir für diesen großen Sack voller Glücklichsein ausgegeben.
Bitte unterstützen Sie uns, damit wir auch weiterhin die Kinder versorgen können.
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Wie auch das buddhistische und chinesische Jahr, hat auch das Volk der
Shan eine eigene Zeitrechnung. Vom 16. auf den 17. November wurde das
neue Shan Jahr 2104 eingeleitet. Ein großes Ereignis, genau wie bei uns!
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