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Ansbacher Zahnarzt Dr. Schneider behandelt im Flüchtlingslager
An acht Tagen behandelte Dr. Schneider über 200 Patienten, jeden Tag eine andere Sektion des Lagers. Anders als bei uns kamen auch die Kinder alleine, ohne Eltern, und es gab kein Geschrei. Ganz tapfer legten sich sogar die Kleinen auf die Liege.
Dr. Schneiders Arbeit war nicht einfach, auch dadurch, weil sich das Übersetzen von Shan in Englisch und dann in Deutsch oft arg schwierig gestaltete.
Mehrere Sanitäter wurden vom Doc beim Behandeln eingespannt und auch unterrichtet, aber es wird einige Zeit dauern, bis sie in der Lage sind, eigenständig zu behandeln. Bisher beschränkten sich ihre Fähigkeiten nur aufs Zähne ziehen.
Für die Menschen im Lager muss der Besuch des Doc eine große Erleichterung gewesen sein: Zum ersten Mal erhielten sie eine Zahnfüllung anstelle der sonst üblichen Zahnextraktion. Dr. Schneider hatte auch sein tragbares Röngtengerät dabei, welches ihm u.a. erlaubte, etwa drei Dutzend schwieriger Operationen durch zu führen. Schwierige Fälle, die selbst in Thailand nicht behandelt wurden, erledigte er im Lager. Eine unvorstellbare Hilfe für die Menschen im Grenzgebiet.
Zu Ostern 2010 wird Doc Schneider wieder vor Ort sein, behandeln und unterrichten. Nachdem nun in Loi Tai Leng der Anfang gemacht wurde, geht die Überlegung dahin, das Programm an Ostern evtl. auch auf das Lager Loi Kaw Wan auszuweiten.
Wir danken allen Beteiligten, die nicht nur ihre Zeit und ihr Können zur Verfügung stellten, alle Unkosten selbst trugen und nun weitermachen werden.
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