Laufende Projekte
Ban Mai Shorn Naine Klinik
in Loi Kaw Wan
Am schlimmsten aber ist die
Situation der vielen aus ihren Dörfern vertriebenen Menschen, die sich
in abgelegenen Dschungelgebieten verstecken, Gegenden, die vom
Militärregime zu "Free Fire Zones" erklärt wurden, in denen auf alles
geschossen wird, was sich bewegt.
Die Flüchtlinge leiden unter Malaria, Atemwegserkrankungen,
Hautinfektionen, Wurminfektionen und anderen ansteckenden Krankheiten.
Nahrung ist oft so knapp, dass selbst Baumrinde gegessen wird. Kinder
leiden unter Mangelernährung und sind deshalb oft kleinwüchsig. Und sie
erhalten nicht die dringend erforderlichen Impfungen.
Geburten sind für die Frauen unter diesen Bedingungen ein großes Risiko, oft sogar lebensgefährlich. Viele der Mütter leiden unter Malaria und Blutarmut, deshalb sind Früh und Fehlgeburten sehr häufig. Bei den meisten Geburten ist weder ein Arzt noch eine Hebamme anwesend, den Frauen bleibt nur die Unterstützung traditioneller Geburtshelferinnen. Daher ist das Risiko einer Frau, bei der Geburt ihres Kindes zu sterben, drastisch erhöht. Und auch die Mißbildungsrate ist hier deutlich höher, als in Gebieten mit ausreichender medizinischer Versorgung. Persönliche Hygiene und sauberes Trinkwasser sind unerreichbar. Gesundheitsaufklärung, die gerade angesichts der in Burma grassierenden Aids-Epidemie so wichtig wäre, gibt es kaum.
Mit der Hilfe internationaler Unterstützer bauen engagierte Ärzte, Hebammen
und Helfer eine notdürftige Gesundheitsversorgung auf. Auf beiden
Seiten der thailändisch-burmesischen Grenze wurden einige einfache
Kliniken und Ambulanzen eingerichtet. Diese einfachen Gebäude, meist
aus Bambus errichtet, sehen kaum aus, wie man sich in Europa
Krankenhäuser vorstellt. Aber sie sind effektiv und retten Leben.
Da die weiter im Landesinneren des Shan Staats versteckt lebenden Flüchtlinge diese Gesundheitseinrichtungen nicht erreichen können, werden zusätzlich Rucksack-Sanitäter ausgebildet, die sich - ausgestattet mit medizinischem Basiswissen und den wichtigsten Medikamenten - auf den Weg machen, auch diesen Menschen Hilfe zu bringen.
Die Missionen der Rucksack-Sanitäter
sind äußerst beschwerlich, denn die versteckten Siedlungen der
Flüchtlinge sind nur durch tagelange Fußmärsche durch unwegsames
Gelände zu erreichen. Oft führt der Weg durch Bürgerkriegsgebiet und
die Rucksack-Sanitäter gehen ein hohes Risiko ein, von der burmesischen
Armee entdeckt zu werden.
Helfen ohne Grenzen e.V. unterstützt den Betrieb von Kliniken und Ambulanzen in den Flüchtlingsgebieten und die Ausbildung des medizinischen Personals und der Rucksack-Sanitäter.
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Helfen ohne Grenzen e.V.
Konto Nr.: 477 21 33
Deutsche Bank Frankfurt
BLZ: 500 700 24
Stichwort: "Klinik Loi Kaw Wan"
Projektdaten
| Ort: | Shan Staat, IDP Gebiet an der thailändisch-burmesischen Grenze |
|---|---|
| Laufzeit: | Januar 2006 - |
| Zielgruppe: | Kinder, die Bevölkerung, die Schule |
| Projektträger vor Ort: | Shan Health Committee (SHC) |
| Hilfsform: | Basismedizinische Versorgung, Gynäkologie und Geburtshilfe, Malariadiagnostik, Medizinische Ausbildung und Nahrung für die Medics und Klinikmitarbeiter |
| Budget: | Ausbildung: 9.558 Euro/Programm Nahrung: 2.610 Euro/Jahr |
Das Gesundheitssytem im Inneren des Shan Staats ist in einem
beklagenswerten Zustand. 

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