Schutz. Hilfe. Ausbildung. für die Bürgerkriegsflüchtlinge in Burma

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Schulkindergarten in Loi Kaw Wan

Kinder beim UnterrichtEin Schulkindergarten für Flüchtlingskinder hoch in den Bergen an der Grenze zwischen dem Shan Staat Burmas und der thailändischen Nordprovinz Chiang Rai setzt ein Zeichen der Hoffnung.

Hier können Kinder, die bereits viel Schlimmes erleiden mussten, wieder lernen, spielen und lachen und sich auf ihre ungewisse Zukunft vorbereiten, indem sie etwas erwerben, was ihnen niemand nehmen kann: Ausbildung und Wissen.

Seien Sie dabei!

Eine Gegend des Shan Staats, die in den letzten Jahren massiv von der Vertreibungs- und Umsiedlungspolitik des burmesischen Regimes betroffen war, ist das Murng Karn Tal gegenüber der nordthailändischen Provinz Chiang Rai. Die Shan Bevölkerung und Angehörige der Akha und Lahu Völker, die dort ihre Heimat hatten, wurden mit Waffengewalt und durch Zerstörung ihrer Dörfer gezwungen, an die thailändische Grenze zu fliehen.

Im April 2002 versuchten die Flüchtlinge, ein Lager auf thailändischem Boden zu errichten. Sie wurden aber von den thailändischen Sicherheitskräften zurückgedrängt. Sie ließen sich daher direkt an der Grenze nieder.

Es entstand ein "De Facto Flüchtlingslager” mit dem Namen Piang Fah, das heute von etwa 3.000 Menschen bewohnt wird. Denn immer wieder kommen Neuankömmlinge hinzu, denen in ihren Heimatdörfern die Existenzgrundlage zerstört wurde.

Gleich darf gegessen werden...Das Lager wird von einigen Nicht-Regierungsorganisationen mit den notwendigsten Grundnahrungsmitteln wie z.B. Reis versorgt, es gibt eine kleine Gesundheitsstation und eine Grundschule. Für die meisten Kinder ist dies das erste Mal, dass sie eine Chance auf Ausbildung bekommen. Aufgrund der großen Anzahl der Kleinkinder, die häufig sich selbst überlassen waren, da die Eltern auf Nahrungs- oder Arbeitssuche waren oder weil sie Waisen sind, entschloss sich das Dorfkomitee eine "Nursery School” (Schulkindergarten) für die Gruppe der 2½ bis 7-jährigen Kinder einzurichten.


Gegenwärtig betreut dieser Schulkindergarten in 2 nach Alter aufgeteilten Gruppen etwa 80 Kinder.

 Der Unterricht und die Betreuung werden durch 4 Lehrer bzw. Erzieher und 2 Hilfskräfte (für die Küche usw.) gewährleistet. Montags bis freitags von 8:30 bis 15:30 Uhr geöffnet. Die Kinder lernen die Shan Sprache (eine dem Thailändischen eng verwandte Sprache), Thailändisch, Rechnen und einige Grundkenntnisse der englischen Sprache. Natürlich geht es nicht nur um konzentriertes Lernen. Spiel, Sport, Singen und Tanzen stehen ebenso auf dem Stundenplan. Und - was besonders wichtig ist für diese oft sehr mangelhaft ernährten Kinder: Sie erhalten ein regelmäßiges Mittagessen.

Der Schulkindergarten verbessert die Ausbildungs- und Betreuungssituation der Kinder ganz entscheidend und bereitet sie auf die Grundschule vor.

Zusammen mit dem jüngst erbauten Grundschulzentrum hat dieser Schulkindergarten eine Signalwirkung und wird zu einem Symbol der Hoffnung inmitten der oft so verzweifelten Situation der Flüchtlinge.

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Stichwort: "Kindergarten Loi Kaw Wan"

Projektdaten

Ort: Shan Staat, IDP Gebiet an der thailändisch-burmesischen Grenze
Laufzeit: seit Dez. 2005
Zielgruppe: 91 Kinder der Flüchtlinge
Projektträger vor Ort: Shan Women’s Action Network (SWAN)
Hilfsform: Schul- und Lernmaterialien, Mittagessen für die Kinder, Gehälter, täglicher Bedarf, Hygienebedarf, Transport in der Regensaison und Schulpflege
Budget: 8.540 Euro/Jahr

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