Laufende Projekte
Hilfe für Waisenkinder in Piang Luang
Im Mai des Jahres 2002 kam es unmittelbar an der Grenze bei Piang Luang zu Kämpfen zwischen der burmesischen Armee und Shan Widerstandsgruppen. Wie so oft rächten sich die Truppen des Militärregimes an der Zivilbevölkerung. Sie feuerten in ein nahe gelegenes Dorf, töteten einen Dorfbewohner und verwundeten 7 weitere Bewohner, darunter ein 18 Monate altes Kind.
Daraufhin floh die Bevölkerung dieses Dorfes und 4 weiterer Nachbarorte, insgesamt 600 Menschen, über die Grenze nach Thailand. Sie fanden zunächst Zuflucht in einem genau auf der Grenzlinie liegenden buddhistischen Tempel, in Sicht- und Schussweite der burmesischen Soldaten.
Als nach einiger Zeit die Situation auf
dem völlig überfüllten Tempelgelände untragbar wurde, erlaubten die
thailändischen Behörden schließlich die Errichtung eines provisorischen
Flüchtlingslagers, etwas weiter von der Grenze entfernt auf einem dem
Kloster gehörenden Grundstück gelegen. Eine Anerkennung des
Flüchtlingsstatus dieser Menschen durch die thailändischen Behörden war
damit allerdings nicht verbunden. Dennoch ist dies das einzige "de
facto Flüchtlingslager" der Shan Flüchtlinge auf thailändischem Boden.
Die Nicht-Regierungsorganisation "Thailand Burmese Border Consortium" (TBBC) versorgt über lokale thailändische Behörden die Flüchtlinge mit Reis und konservierten Lebensmitteln. Aber trotzdem ist die Lebenssituation der Menschen im Lager äußerst prekär. Es fehlt an frischer und vitaminreicher Nahrung. Die Folge sind Unter- und Mangelernährung vor allem bei Kindern und alten Menschen.
Besonders
betroffen sind die Waisenkinder des Lagers, 36 Kinder. Einige der
Kinder hatten schon vor der Flucht ihre Eltern verloren, als diese von
Soldaten des Regimes getötet wurden. Andere verloren ihre Eltern durch
Krankheiten wie Aids. Meist sind sie bei Verwandten, zum Beispiel bei
Großeltern untergebracht. Diese aber haben selbst nicht einmal Mittel,
um für den eigenen täglichen Bedarf zu sorgen.
Bis
zum Herbst 2005 sorgten Nahrungsmittelspenden von UNICEF für das
Überleben der Waisenkinder. Allerdings stellte UNICEF diese Hilfe aus
unbekannten Gründen ein. Als Folge litten die Kinder bald unter akuter
Mangelernährung.
Seit Anfang 2006
unterstützt Helfen ohne Grenzen Deutschland auf Bitten der Shan
Frauenorganisation SWAN die Waisen. Wir übernehmen die Kosten für
zusätzliche Nahrungsmittel, Hygieneartikel, ärztliche Versorgung in
Notfällen und für den Schultransport. Fast alle Kinder dieser Gruppe
können die offizielle thailändische Schule besuchen - wenigstens ein
Lichtblick in ihrer Lage und keineswegs selbstverständlich für die
Kinder der Shan Flüchtlinge.
Wenn Sie gezielt für die Unterstützung von Waisenkindern spenden möchten, vermerken Sie bitte das Stichwort "Waisenkinder" auf ihrer Überweisung.
Helfen Sie uns
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Einfach per Paypal:
Oder per Banküberweiseung:
Helfen ohne Grenzen e.V.
Konto Nr.: 477 21 33
BLZ: 500 700 24
Deutsche Bank Frankfurt
Stichwort: "Waisenkinder"
Projektdaten
| Ort: | Piang Luang, Wieng Haeng, Chiang Mai Provinz, Thailand |
|---|---|
| Laufzeit: | Seit Jan. 2006 |
| Zielgruppe: | 36 Waisenkinder der Flüchtlinge aus Shan-Staat, Burma |
| Projektträger vor Ort: | Shan Women’s Action Network (SWAN) |
| Hilfsform: | Kosten für zusätzliche Nahrungsmittel, Hygieneartikel, ärztliche Versorgung in Notfällen und für den Schultransport |
| Budget: | 2.231 Euro/Jahr |
Piang Luang ist ein kleines thailändisches Städtchen unmittelbar an der burmesischen Grenze gelegen. Auf der anderen Seite der Grenze liegt der Shan Staat, verwüstet von über 40 Jahren Kriegsführung des burmesischen Militärregimes gegen die Shan Bevölkerung.
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