Ban Mai Sorn Klinik
Ort: | Shan-Staat, IDP Gebiet an der thailändisch-burmesischen Grenze |
Laufzeit: | ab Januar 2006 |
Zielgruppe: | Kinder, allgemeine Bevölkerung, Bewohner umliegender Dörfer |
Projektträger: | Shan Health Committee (SHC) |
Hilfsform: | Fertigstellung des neuen Klinikgebäudes, Einrichtung, Basismedizinische Versorgung, Gynäkologie und Geburtshilfe, Malariadiagnostik. Ausbildung und Nahrung für die Rucksack-Sanitäter und Klinikmitarbeiter. Neubau einer Unterkunft für Kursteilnehmer und Klinikpersonal. |
Budget: | 8.270 Euro (Klinikgebäude und Einrichtung) |
Ban Mai Shorn Naine Klinik in Loi Kaw Wan
Das Gesundheitssytem im Inneren des Shan Staats ist in einem beklagenswerten Zustand.
Nur in den größeren Ortschaften gibt es einige wenige Krankenhäuser, deren Ausstattung mit Medizintechnik und Medika menten allerdings sehr schlecht ist. Und für die meisten Menschen sind selbst diese Krankenhäuser unerreichbar und Medikamente unbezahlbar.
Am schlimmsten aber ist die Situation der vielen aus ihren Dörfern vertriebenen Menschen, die sich in abgelegenen Dschungelgebieten verstecken, Gegenden, die vom Militärregime zu "Free Fire Zones" erklärt wurden, in denen auf alles geschossen wird, was sich bewegt.
Die Flüchtlinge leiden unter Malaria, Atemwegserkrankungen, Hautinfektionen, Wurminfektionen und anderen ansteckenden Krankheiten. Nahrung ist oft so knapp, dass selbst Baumrinde gegessen wird. Kinder leiden unter Mangelernährung und sind deshalb oft kleinwüchsig. Und sie erhalten nicht die dringend erforderlichen Impfungen.
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Stichwort: "Klinik Loi Kaw Wan"
Geburten sind für die Frauen unter diesen Bedingungen ein großes Risiko, oft sogar lebensgefährlich. Viele der Mütter leiden unter Malaria und Blutarmut, deshalb sind Früh und Fehlgeburten sehr häufig. Bei den meisten Geburten ist weder ein Arzt noch eine Hebamme anwesend, den Frauen bleibt nur die Unterstützung traditioneller Geburtshelferinnen. Daher ist das Risiko einer Frau, bei der Geburt ihres Kindes zu sterben, drastisch erhöht. Und auch die Mißbildungsrate ist hier deutlich höher, als in Gebieten mit ausreichender medizinischer Versorgung. Persönliche Hygiene und sauberes Trinkwasser sind unerreichbar. Gesundheitsaufklärung, die gerade angesichts der in Burma grassierenden Aids-Epidemie so wichtig wäre, gibt es kaum.
Mit der Hilfe internationaler Unterstützer bauen engagierte Ärzte, Hebammen und Helfer eine notdürftige Gesundheitsversorgung auf. Auf beiden Seiten der thailändisch-burmesischen Grenze wurden einige einfache Kliniken und Ambulanzen eingerichtet. Diese einfachen Gebäude, meist aus Bambus errichtet, sehen kaum aus, wie man sich in Europa Krankenhäuser vorstellt. Aber sie sind effektiv und retten Leben.
Da die weiter im Landesinneren des Shan Staats versteckt lebenden Flüchtlinge diese Gesundheitseinrichtungen nicht erreichen können, werden zusätzlich Rucksack-Sanitäter ausgebildet, die sich - ausgestattet mit medizinischem Basiswissen und den wichtigsten Medikamenten - auf den Weg machen, auch diesen Menschen Hilfe zu bringen.
Die Missionen der Rucksack-Sanitäter sind äußerst beschwerlich, denn die versteckten Siedlungen der Flüchtlinge sind nur durch tagelange Fußmärsche durch unwegsames Gelände zu erreichen. Oft führt der Weg durch Bürgerkriegsgebiet und die Rucksack-Sanitäter gehen ein hohes Risiko ein, von der burmesischen Armee entdeckt zu werden.
Helfen ohne Grenzen e.V. unterstützt den Betrieb von Kliniken und Ambulanzen in den Flüchtlingsgebieten und die Ausbildung des medizinischen Personals und der Rucksack-Sanitäter.















