Erster Quartalsbericht Sarah Petschow, Mae Sot, Thailand, Oktober 2011
Kategorie: Helfen ohne Grenzen - Weltwärts
Mein Weg zu Helfen ohne Grenzen
Für ein Jahr ins Ausland zu gehen, ist für viele junge Menschen ein Traum und ich bin da keine Ausnahme. Schon lange bevor ich von dem Programm „weltwärts“ gehört habe, welchem ich mein Aufenthalt hier verdanke, wollte ich ein Jahr im Ausland verbringen. Als sich dann das Ende meiner Schulzeit abzeichnete, musste ich mich entscheiden. Ich beschloss den Schritt zu wagen.......
Es gibt viele Varianten und Möglichkeiten ein Jahr lang im Ausland zu verbringen. Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich dafür als Freiwillige in einer Hilfsorganisation zu arbeiten. Dabei muss ich gestehen, dass mich dabei nicht nur philanthropische Motive geleitet haben. Der Gedanke einen Einblick in eine Welt zu erhaschen, die eigentlich auch meine sein sollte, über die ich aber nichts weiß und ich nicht kenne, hat seinen eigenen Reiz.
Weil mich dieser Kontinent mit seinen exotischen Kulturen schon immer fasziniert hat, stand für mich von Anfang an fest, dass ich dieses Jahr in Asien verbringen würde. Dementsprechend hab ich dann auch meine Suche ausgerichtet. Auf der Seite von weltwärts durchkämmte ich alle Hilfsorganisationen, die ihren Standort in Asien hatten. So stieß ich auf Helfen ohne Grenzen. Die Arbeit dieser Organisation war höchst interessant und vor allem waren mir die Probleme, mit der sich diese Organisation befasst, völlig unbekannt. Davor war ich mir der schwierigen Situation in Burma nicht bewusst und hätte das Land wahrscheinlich nicht mal auf der Landkarte gefunden.
Ich stand mit meiner Unwissenheit allerdings nicht alleine da. Viele meiner Freunde waren ebenfalls völlig ahnungslos. Die Erkenntnis, dass, obwohl solche grauenhaften Taten in diesem Land verübt werden, viele aber keine Ahnung davon haben, war ernüchternd und erschreckend. Dies gab den letzten Anstoß und ich entschloss mich, dass es diese Organisation sein sollte. Alles weitere die Bewerbung, das Gespräch und schlussendlich der erlösende Anruf, dass sich mein Traum tatsächlich erfüllen sollte, geschah sehr schnell.
Mitte Juli saß ich dann im Flieger und erst da realisierte ich erst wirklich die Ausmaße meiner Entscheidung. Vorfreude mischte sich mit einem mulmigem Gefühl. Schließlich war es nicht nur mein erster Besuch Asiens sondern auch mein erster, wirklich langer Flug. Als wir dann endlich angekommen sind, war ich nur eins: überwältigt. Bedingt durch die Müdigkeit, die Hitze und die unbekannten Eindrücke.
Meine ersten Tage in Mae Sot waren zum Glück eher entspannt. Wir schauten uns die Gegend an, besichtigten 2 wunderschöne Wasserfälle und ich konnte mich langsam an die neue Umgebung gewöhnen. Auf dem „Staff of the Year“ - Fest kam ich dann zum ersten Mal mit den ganzen Mitarbeitern von Help without Frontiers (HWF) in Kontakt und konnte mir auch gleich einen Eindruck über die Projekte des Mekong Youth Network (MYN) Teams machen. Dieses Team, welches von HWF unterstützt wird, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Jugend über verschiedenste Themen aufzuklären. Dies tun sie z.B. durch pantomimische Aufführungen, welche sie auch an diesem Abend boten. Ich hätte mir keinen besseren Anfang wünschen können.


















