Helfen Sie uns

Spenden Sie einfach und sicher per Paypal:

Oder per Banküberweisung:

Helfen ohne Grenzen e.V.
Konto Nr.: 477 21 33
Deutsche Bank Frankfurt
BLZ: 500 700 24

Stichwort: "Allgemeine Vereinsspende"

Wir danken den Unterstützern unserer Arbeit

Erster Quartalsbericht aus Mae Sot von Annelie Schmitt (weltwärts - Freiwillige)

06.11.2009 | Von: Marcus Mitwollen
Kategorie: Helfen ohne Grenzen - Weltwärts

Annelie Schmitt – Tochter unseres Mitglieds Thomas Schmitt – sendete uns ihren ersten Quartalsbericht über Ihren Einsatz im Gebiet um Mae Sot. Ein dickes "Dankeschön" an dieser Stelle gilt auch unserer Partnerorganisation' help without frontiers Thailand' für die herzliche Aufnahme, die unsere Annelie in Mae Sot erfahren hat.
Auf den nächsten Seiten können Sie Annelies persönliche Erfahrungen nachlesen und einen Eindruck der Situation durch ihre ganz eigene Brille sehen:

"Sawadee Ka. Ich bin jetzt schon drei Monate hier in Mae Sot bei Help without Frontiers Thailand (HwF) und mir gefällt es sehr gut.

Ich habe mich für ein Jahr weltwärts entschieden, weil ich dadurch die Gelegenheit bekomme an einem kulturellen Austausch teilzunehmen. Schon lange hatte ich den Wunsch, nach der Schule ein Jahr im Ausland zu verbringen, um mich dort sozial zu engagieren.
Durch meinen Vater Thomas Schmitt, der vor 15 Jahren selbst DED-EH in Thailand war und bereits damals mit Flüchtlingen aus Burma in Kontakt gekommen ist, habe ich von Helfen ohne Grenzen erfahren.
In Mae Sot, Thailand, unterhält die Partnerorganisation Help without Frontiers Thailand ein Büro. Dort wird die Hilfe für die Flüchtlinge koordiniert. Mae Sot liegt direkt an der Grenze von Thailand und Burma (Myanmar). Burma befindet sich jetzt schon seit 45 Jahren im Bürgerkrieg. Die burmesische Militärregierung versucht die verschiedenen ethnischen Volksgruppen in Burma auf grausame Art und Weise zu vertreiben."


Nach zehn Stunden Flug, fünf Stunden Warten am Bus-Terminal in Bangkok und acht Stunden Busfahrt, kam ich am 06.08.2009 um 05:00 Uhr in Mae Sot an.
Ich wurde am Bus Terminal abgeholt und durfte mich dann nach der langen Reise erst einmal ausschlafen.
Die freundlichen Mitarbeiter von HwF nahmen mich herzlich auf. Wir besuchten noch am selben Tag einige Projekte. Die Zentralküche und die Nähwerkstatt sind die zwei größten Projekte von HwF. In der Nähwerkstatt werden die Schuluniformen für die Schüler hergestellt und in der Zentralküche wird das Essen für unsere Schulen ge-kocht. Ich war sehr beeindruckt, wie toll doch alles läuft und Ideen umgesetzt werden.
Im Office arbeiten ungefähr zehn Personen und zurzeit arbeiten hier auch vier Frei-willige, mich eingeschlossen. Es ist hilfreich mich mit den anderen Freiwilligen auszutauschen. Man kann viel von einander lernen.
Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, mich hier von Anfang an so wohl zu fühlen. Ich habe ein eigenes Zimmer über dem Office, Warmwasser und Internetanschluss. Was will man mehr? Ich hatte wirklich nicht mit diesem "Luxus" gerechnet.

Mittlerweile habe ich mich sehr gut eingelebt und sogar schon ein bisschen Thai gelernt. Die Mitarbeiter sind sehr nett und wir verstehen uns alle hervorragend, so dass das Arbeitsklima sehr angenehm ist.
Mae Sot ist eine Kleinstadt und bietet mir und anderen Freiwilligen die Möglichkeit, Erfahrungen untereinander auszutauschen. Viele Ausländer arbeiten für die internationalen Hilfsorganisationen hier in Mae Sot. Ich kenne noch lange nicht jede Ecke von Mae Sot, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Am Anfang war alles noch sehr verwirrend für mich, aber mittlerweile finde ich mich schon ganz gut zurecht. Die Menschen hier sind freundlich und teilweise schon an die vielen Ausländer gewöhnt. Es ist kein Problem, die Kleinstadt auf eigene Faust zu erkunden. Das trägt dazu bei, dass ich mich hier sehr sicher fühle.

Was mich am meisten berührt, sind unschuldigen Opfer dieses Krieges. Immer wie-der erreichen uns Nachrichten, dass neue Angriffe auf Flüchtlingslager in Burma er-wartet werden. Die Folgen solcher Angriffe, zeigen sich auch hier in Mae Sot ganz deutlich. Vor einigen Wochen habe ich das thailändische Krankenhaus in Mae Sot besucht um Blut zu spenden. Dort sah ich mehrere Reihen von Mienenopfern in einem Raum und die Zimmer waren restlos überbelegt. Der thailändische Arzt hat uns erzählt, dass sie zu wenig Blutkonserven haben. Das gespendete Blut, wird innerhalb von fünf Tagen aufgebraucht. Für mich war es eine traurige, aber dennoch lehrreiche Erfahrung. Vor allem aber hat mich bewegt, dass SPDC Soldaten (State Peace and Development Council, das ist der offizielle Name der Militärregierung in Burma) und Flüchtlinge nebeneinander liegen.
Zuvor haben sie sich noch bekämpft und jetzt teilen sie dasselbe Schicksal.


<< Erste < Vorherige Page 1 Page 2 Page 3 Nächste > Letzte >>

Kommentare

Nachricht von der Erweiterung "comments": Das TypoScript-Template der Erweiterung scheint dem Haupt-TypoScript-Template nicht hinzugefügt worden zu sein. Wie TypoScript-Templates von Erweiterungen dem Haupt-TypoScript-Template hinzugefügt werden können, entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Administration" der Anleitung.
Teilen/Bookmark
Aktuell | Projekte | Kontakt | Impressum | Datenschutz |

Copyright © 2010 Helfen Ohne Grenzen Deutschland e.V.