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weltwärts Abschlussbericht von Annelie Schmitt

22.09.2011 | Von: Karl Förster
Kategorie: Helfen ohne Grenzen - Weltwärts

Mae Sot, Thailand, August 2009 – Januar 2011

 

Einleitung:

 

Schon lange hatte ich den Wunsch nach der Schule ein Jahr im Ausland zu verbringen, um mich dort sozial zu engagieren. In der Zeitung las ich das erste Mal einen Artikel über den Freiwilligendienst „weltwärts“. Mein Vater, der selbst Mitglied bei Helfen ohne Grenzen ist, hat mich zu einigen Treffen der Organisation mitgenommen. Nach mehreren Treffen und zunehmendem Interesse, entstand der Wunsch ein Jahr Freiwilligendienst bei der Hilfsorganisation „Help without Frontiers Thailand Foundation“ in Mae Sot, Thailand zu leisten. Im Juli 2009 wurde Helfen ohne Grenzen e.V. vom "Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (BMZ) als „weltwärts“-Entsendeorganisation anerkannt.

 

Beweggründe:

 

Einer der Beweggründe, warum ich „weltwärts“ gehen wollte, war mein Interesse an fremden Kulturen, insbesondere wollte ich mich für die Menschen in einem Entwicklungsland einsetzen. Ich hatte zudem bereits als Kind zwei Jahre mit meiner Familie in Thailand verbracht. Die Brutalität und die Unmenschlichkeit, die in Burma an der Tagesordnung ist, aber auch die Not der Flüchtlinge, haben mich dazu bewogen, dort einen Beitrag, wenn auch nur einen kleinen, zu leisten.

 

Erwartungen & Befürchtungen:

 

Ich wusste nicht genau, was mich erwarten würde, als ich im August 2009 meinen Freiwilligendienst bei der „Help without Frontiers Thailand Foundation“ in Mae Sot, einer kleinen Stadt nahe der burmesischen Grenze, antrat. Ich hatte mirv orgenommen, keine zu hohen Erwartungen an das Jahr zu stellen. Natürlich malt man sich das ein oder andere Bild aus und versucht sich vorzustellen wie es dort wohl sein wird. Eigentlich hatte ich mir alles ganz anders vorgestellt. Mir war zwar bewusst, das Thailand sich in den letzten Jahren enorm entwickelt hatte, dennoch hatte ich mich auf ein Zimmer mit einer Matte und einem Moskitonetz eingestellt. Vor allem aber hatte ich nicht mit Warmwasser gerechnet und schon vor meiner Reise begonnen kalt zu duschen. Jetzt gab es sogar ein Bett und ein Fahrrad das mir zur Verfügung stand mit dem ich die Kleinstadt erkunden konnte. Eine meiner größten Befürchtungen war, dass ich womöglich nicht nützlich für unsere Partnerorganisation sein würde und die Mitarbeiter mir kein Vertrauen entgegen bringen könnten. Außerdem hatte ich Angst mit der Sprache Probleme zu bekommen. Mir war zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht klar, dass mehr als die Hälfte der Mitarbeiter bei der Organisation sehr gutes Englisch sprechen und dass man in Mae Sot ganz gut mit Englisch durchkommt.

 

Betreuung und Aufgaben:

 

Vom 5. August 2009 bis zum 31. Januar 2011 war ich nun also in Mae Sot als Freiwillige tätig. Betreut wurde ich von Lena Weller, Internationale Koordinatorin für Freiwillige bei der „Help without Frontiers Thailand Foundation“.

 

In den eineinhalb Jahren in Mae Sot habe ich bei verschiedenen Projekten mitwirken dürfen. Zu meinem Aufgabenfeld gehörte nicht nur das selbständige Vorbereiten und Durchführen von Unterrichtsstunden in den von Help without Frontiers unterstützten Flüchtlingsschulen, sondern auch das wöchentliche Gestalten der Jugendradiosendung des „Mekong Youth Net“ Teams. Ebenfalls zählte die Verwaltung der Bibliothek, Mitgestaltung von Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen während der Schulferien und an Wochenenden dazu. Des Weiteren gehörte auch die Durchführung eigener kleiner Projekte wie zum Beispiel der Weihnachtskartenworkshop, kneten und die Herstellung von Freundschaftsbändchen sowie die aktive Mithilfe bei anderen anfallenden Arbeiten im Büro dazu.


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