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		<title>helfenohnegrenzen.de: Latest News</title>
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			<title>helfenohnegrenzen.de: Latest News</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 12:25:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Zweiter Quartalsbericht von Sarah Petschow</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/zweiter-quartalsbericht-von-sarah-petschow/</link>
			<description>Mae Sot, Thailand, Januar 2012Die Hälfte meines Aufenthaltes ist nun rum. Wahnsinn! Doch auch wenn...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mae Sot, Thailand, Januar 2012<br><br>Die Hälfte meines Aufenthaltes ist nun rum. Wahnsinn! <br>Doch auch wenn ich es nun schreibe, scheint es unwirklich und ich denke ich habe es noch nicht ganz realisiert. <br>Die Zeit die ich bisher in Mae Sot verbringen durfte, ist einfach wie im Fluge vergangen und doch scheint es fast eine Ewigkeit her zu sein, dass ich den ersten Schritt aus dem Flughafen getan habe und von der Bangkoker Luft fast erschlagen wurde.<br>Das liegt vermutlich daran, dass in diesen 6 Monaten so unglaublich viel passiert ist. Es fällt schwer, all diese neuen Eindrücke, Ereignisse und Erfahrungen mit dieser relativ kurzen Zeitspanne in Einklang zu bringen.<br>Von ein paar dieser Ereignisse möchte ich gerne berichten, um einen kleinen Einblick in mein Leben hier in Mae Sot zu ermöglichen.<br><br><strong>Tätigkeiten</strong><br><br>Ende Oktober habe ich das Unterrichten an der New Day Schule aufgegeben, da eine andere Freiwillige dort nun vier mal wöchentlich unterrichtet und es ist ganz wie man sagt: “Zu viele Köche verderben den Brei”. Denn obwohl es aufregend war an dieser Schule zu unterrichten, so ist es wohl trotzdem das Beste sich nur auf eine zu konzentrieren, um richtig auf die Schüler und deren Bedürfnisse einzugehen.<br><br>Wie gehabt unterrichte ich drei mal wöchentlich an der P'Yan Daw Schule. In den letzten 3 Monaten, seit meinem letzten Bericht, sah ich mich selber hier mit einigen Probleme konfrontiert. Viele&nbsp; liegen meinen eigenen Zweifeln zugrunde. <br>Anfang Oktober wurden in den Schulen Prüfungen geschrieben und zum Teil sind diese nicht besonders gut ausgefallen. <br>Es ist frustrierend festzustellen, dass die Schüler bei Dingen Probleme haben, die im Unterricht intensiv durchgenommen worden sind. <br>Fragen wie: “Ist das was ich tue wirklich eine nachhaltige Hilfe für&nbsp; meine Schüler” oder “ Kann ich das Leben meiner Schüler wirklich positiv beeinflussen durch das was ich tue?” kommen einem da in den Kopf. <br>Es ist nicht so, dass ich mit der Einstellung hier her gekommen bin, dass ich die Welt durch das verändern kann, was ich hier tue. <br>Und doch hat man Erwartungen und Hoffnungen entwickelt die im Laufe der Zeit durch die Realität nicht bekräftigt, sondern vielmehr in Frage gestellt wurden. &nbsp;<br>Weil ich nun schon länger an der P'Yan Daw unterrichte, habe ich die Schüler in mein Herz geschlossen und es ist schmerzhaft sich vorzustellen, dass sie niemals eine bessere Zukunft haben werden, dass sie vermutlich niemals die Chance erhalten werden Arzt oder Anwalt zu werden.<br>Doch da ich nicht in der Position bin diese Dinge zu verändern, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf das zu beschränken, was in meiner Macht steht.<br><br>Doch es sind nicht die negativen Dinge die meine Zeit hier dominieren. Immer wieder gibt es auch schöne&nbsp; Momente und Erfolgserlebnisse z.B als mich einer meine Schüler gefragt hat, ob ich Bauchschmerzen habe (ich habe die Krankheiten ein paar Monate zuvor unterrichtet). <br>Scheint nur eine Kleinigkeit zu sein? Mag sein und doch ist es schön zu sehen, dass das was man ihnen beibringt auch im Alltag Verwendung findet und sie ihre Scheu überwinden können, um es auch tatsächlich anzuwenden.<br>Allgemein ist es mir wichtiger das die Schüler sich trauen Englisch zu reden, als das sie einen schriftlichen Test mit Bestnote bestehen.<br>Denn es ist das Sprechen welches ihnen die Chance bietet mit anderen Menschen zu kommunizieren, ihren Horizont zu erweitern und dazuzulernen.<br><br>Neben der Schule helfe ich bei anstehenden Projekten wie z.B dem Fellowship oder den Roadshows. <br>Die Roadshows waren ein Projekt des ROY- Teams (Rays of Youth), die von HWF (Help Without Frontiers) unterstützt werden. <br>Hier sind Schüler, von verschiedenen Schulen, an unterschiedlichen Plätzen aufgetreten und haben Tänze, Gesang und Theaterstücke vorgeführt. <br>Das Hauptziel dieser Shows war die Aufklärungsarbeit.<br>Erreicht wurde dies mitunter durch die Theaterstücke, in denen Probleme wie Verkehrsregeln, Kinderrechte und Menschenhandel thematisiert wurden. <br>Auch wenn es ab und zu technische Probleme gab und die Choreografie nicht bei allen immer zu 100 % saß, war es doch beeindruckend zu sehen, wie diese schüchternen Schüler auf die Bühne getreten sind, um vor großem Publikum aufzutreten. <br>Es war ein großartiges Projekt welches nicht nur die Menschen für viele Probleme sensibilisiert hat, sondern auch ungeahntes Potential in den Schülern zum Vorschein brachte. <br><br>Ein anderes großes Projekt bei dem ich ausgeholfen habe, war der Fellowship. Dies kommt einem Sportfest gleich, nur das hier Schüler aus allen 8 Schulen teilgenommen haben, die von HWF unterstützt werden.<br>Für die Schüler war es eine großartige Gelegenheit nicht nur ihre sportlichen Fertigkeiten zu beweisen, sondern auch um Freundschaften mit Schülern anderer Schulen zu schließen, da die Teams nicht nach Schulen aufgeteilt wurden.<br>Auch für die Mitarbeiter von HWF war es eine Gelegenheit, mit den Leuten aus den verschiedenen Bereichen der Organisation (Küche, Nähwerkstatt, Büro), mit denen man vielleicht sonst eher nicht so häufig in Kontakt kommt, zusammenzuarbeiten und sich näher kennen zu lernen.<br>Über 2 Tage hinweg wurden Volleyball, Fußball, Caneball gespielt und noch viele weitere sportliche Wettkämpfe wie z.B Weitsprung, Hochsprung und Sprint ausgetragen.<br>Den Abschluss dieser Veranstaltung bildeten ein Singwettstreit und eine Debatte, in der die Schulen gegeneinander antraten.<br>Es war eine Freude dabei zuzusehen wie viel Spaß die Kinder an dieser Veranstaltung hatten. <br>Sie haben neue Freunde gefunden und wertvolle Erinnerungen gemacht, so wie ich auch.<br><br><strong>Freizeit</strong><br><br>Eine weitere tolle Erfahrung war mein zweiter Trip in den Norden Thailands. <br>Diesen haben wir mit unserem Visa- Run verbunden( alle 3 Monate muss das Visum verlängert werden- dafür muss die thailändische Grenze überschritten werden). <br>In Mae Sai haben wir diese Gelegenheit genutzt, um auch gleich die burmesische Grenzstadt Tachilek zu besichtigen. <br>Viele Reize hatte diese nicht zu bieten: Aufdringliche Verkäufer und Taxifahrer haben es zu einem recht anstrengenden Ausflug gemacht. <br>Desweiteren haben wir uns die Städte Pai und Mae Hong Song angeschaut. <br>Und auch wenn die Natur und die Umgebung wunderschön sind, so war es doch gewöhnungsbedürftig, sich in diesen touristisch erschlossenen Gebieten aufzuhalten. <br>Im Gegensatz zu den meisten Reisenden habe ich Thailand von einer Seite kennen gelernt, die für gewöhnlich dem normalen Touristen verschlossen bleibt. <br>Doch ich bin froh darüber, dass ich dieses Land in all seinen Facetten erleben kann. <br>Der touristische Sektor macht Thailand ebenso so aus, wie das eher abgeschiedene Leben, welches ich hier erfahre.<br><br>Ende Dezember haben dann auch hier die Weihnachtsglocken geläutet. <br>Auch wenn ich nie eine besondere Vorliebe für dieses Fest gehegt habe, war es dennoch schön zu sehen, wie die Menschen hier voller Inbrunst dieses zelebriert haben. <br>Auch in meiner Schule wurde viel Energie und Zeit darauf verwendet alles für das groß angelegte Weihnachtsfest vorzubereiten: Lieder und Tänze wurden einstudiert, die Schule geschmückt und Essen für viele Hundert Personen vorbereitet und gekocht. <br>Am Tage wurden sportliche Wettkämpfe mit anderen Schulen ausgetragen und am Abend konnte man dann jene Stücke vorführen, die man zuvor lange eingeübt hatte.<br>Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie das eine oder andere Lied gestrichen hätten( ich habe noch nie so viele Menschen kennen gelernt, die mit so viel Leidenschaft und Ausdauer Karaoke singen können) war es doch in allem ein Weihnachtsfest, welches ich nie vergessen werde und dessen Erinnerung mich immer wieder zum Schmunzeln bringen wird.<br><br><strong>Fazit</strong><br><br>Alltag ist eingekehrt in mein Leben in Mae Sot und auch wenn das nicht besonders positiv klingt, so ist es doch für mein Empfinden eine tolle Entwicklung.<br>Es heißt, dass ich mich hier nicht mehr als Fremde bewege, sondern wie jemand, der diesen Ort als Heim erfährt. <br>Auch wenn die Euphorie des Anfangs nicht mehr gegeben ist, da nicht alles neu und ungewöhnlich erscheint, so hat es doch seinen ganz eigenen Reiz, sich in der Fremde heimisch zu fühlen. <br>In den letzten 6 Monaten habe ich viele einzigartige Menschen kennen gelernt und noch mehr unersetzbare Erinnerungen und Erfahrungen gesammelt.<br>Ich bin noch immer froh darüber, den Schritt ins Ausland gewagt zu haben und werde es in den nächsten 6 Monaten hoffentlich auch bleiben. <br><br>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:25:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Zweiter Quartalsbericht von Isabel</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/zweiter-quartalsbericht-isabel/</link>
			<description>HalbzeitIch kann kaum glauben, dass nun wirklich schon die Hälfte meines Aufenthaltes hier in Mae...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Halbzeit</b><br /><br />Ich kann kaum glauben, dass nun wirklich schon die Hälfte meines Aufenthaltes hier in Mae Sot vorbei ist. Fast unvorstellbar, dass es in einem halben Jahr schon wieder zurück nach Deutschland, in ein ganz anderes Leben, geht. <br /><br />Mittlerweile ist auch hier die Routine eingekehrt. Neuheitsbonus und die anfängliche Begeisterung sind verflogen. <br />Dennoch genieße ich die Zeit hier, denn angesichts der noch immer neuen Erfahrungen, die ich mache, und Eindrücken, die ich hier sammle, ist es immer wieder aufregend und abwechslungsreich.<br /><br />Sechs Monate bin ich jetzt schon bei der Organisation Help without Frontiers Thailand Foundation (HWF), welche es sich zum Ziel gesetzt hat, den vom Bürgerkrieg bedrohten und vom Militärregime verfolgten Flüchtlingen aus Burma zu helfen. Neben zahlreichen anderen Projekten ermöglichen sie vor allem tausenden Kindern von burmesischen Flüchtlingen und Einwanderern, zur Schule zu gehen.<br /><br />An einer dieser Schulen, der Noh Boh Deh (NBD) unterrichte ich seit Juli Vor- und Grundschulkinder in Englisch.<br /><br /><br /><b>Mein Aufgabenbereich:</b><br /><br />Den Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt auf dem dreimal wöchentliche Unterrichten.. Sieben Stunden unterrichte ich dort unterschiedlich alte Kinder von Kindergarten bis zur fünften Klasse.<br /><br />Außerdem unterrichte ich an Samstagen fünf Jungs von HWF’ Schulen im Music Training von Rays of Youth (ROY) im Schlagzeugspielen. <br />Da jetzt drei Anfänger dazugekommen sind, wird die Organisation ein wenig schwieriger, da sie besonders viel Übung brauchen, aber nur ein Schlagzeug zur Verfügung steht. Neben dem individuellen Instrumentenlernen, werden die Kinder auch in Tonlehre, Notenlesen und –verstehen unterrichtet. Sie werden außerdem angeleitet, wie man Lieder schreibt und können technische Fähigkeiten erlernen.<br /><br />Darüber hinaus fanden von Mitte Oktober bis Mitte November die Community Roadshows von RoY statt. Dabei wollen sie mit den 20 RoY „Peers Youth“ durch ihre kurzen Theaterstücke über Menschenhandel, Verkehrsregeln und das Verstoßen von Kinderrechten, das Aufführen von traditionellen Tänzen (Thai, Burmesisch und Karen) eine Brücke zwischen der thailändischen Bevölkerung und den Einwanderern und Flüchtlingen aus Burma bauen und diese über oben beschriebene Thematiken aufklären und dafür sensibilisieren. Zusammen mit den anderen Freiwilligen von HWF habe ich das Team durch die Dokumentation der Veranstaltungen mit Video und Fotos unterstützt und durfte bei der Entwicklung und Entfaltung unerwarteter Talente der Jugendlichen, worunter sich auch zwei meiner Schüler befinden, zuschauen.<br /><br />Am zehnten und elften November fand das „Student Fellowship“ an der Parami Schule statt. 350 Kinder von den HWF’ Schulen kamen, um beim gemeinsamen Fußball, Volleyball, Caneball spielen oder anderen Sportarten „außerschulische Freundschaften“ zu schließen und den Teamgeist zu stärken. Abends sorgten das RoY Team und deren Peers für Unterhaltung.<br />Wir Freiwillige haben während der Vorbereitung beim T-Shirt bedrucken, Preise aussuchen und verpacken und beim Aufbau mit angepackt und an der Veranstaltung selbst beim Essen verpacken, die Sportler mit Wasser und Getränken versorgen und Fotos/ Videos machen geholfen.<br />Da das gesamte HWF sowie das RoY Team mit angepackt und organisiert hat, hatte man Gelegenheit auch mit den anderen Mitarbeitern, zum Beispiel von Küche und Nähwerkstatt sowie Schülern von anderen Schulen Bekanntschaften zu schließen.<br /><br />Gerade wird mit dem Bau bzw. der Planung der neuen Gebäude (Nähwerkstatt und Küche sollen auf das Bürogelände verlegt werden) begonnen. Da packe ich auch mal beim Umstapeln von Bausteinen mit an oder dokumentiere die einzeln Schritte des Baus mit meiner Kamera.<br /><br /><br /><b>Was sich geändert hat: </b><br /><br />Es sind zurzeit fünf Freiwillige aus Südtirol hier, die alle etwa sechs Monate bei HWF arbeiten. <br />Bei Bürotätigkeiten, Veranstaltungen von HWF wie auch in unserer Freizeit haben wir so neue Leute um uns herum.<br /><br />Seit November ist eine dieser Freiwilligen an der New Day Schule, an der ich einmal wöchentlich unterrichtet habe. Da das Unterrichten sich an der New Day Schule in den großen Klassen, wenn auch interessant und spaßig, jedoch sehr anstrengend war, freue ich mich, dass ich mich jetzt vollständig auf das Unterrichten an der NBD konzentrieren kann.<br /><br />So kann ich mir viel Zeit für die Planung und Durchführung von Extra-Aktivitäten nehmen.<br />Mitte Oktober waren Teresa, eine Kurzzeitfreiwillige aus Südtirol, und ich in den Ferien zum Malen und Basteln in der Schule. Wir hatten viel Spaß mit den Kleinen und am Ende hatten alle ein Lächeln und vor allem viel Farbe und Glitzer im Gesicht. Nach dem Malen und schmücken von Tierbildern, Kneten und der Herstellung von kleinen Schatzkisten, wurde gespielt und anschließend im Bach gebadet. Abends haben wir zusammen mit den Kids Stockbrotteig hergestellt, den wir später über einem Lagerfeuer „gebacken“ haben. Für die Kinder war das ein besonderes Erlebnis und sie waren ungeduldig und gespannt wie das selbst gebackene Brot wohl schmecken würde.<br /><br />Allgemein sind die Kinder an der Noh Bo Deh jetzt etwas „aufgetaut“. Während sie am Anfang alle etwas schüchtern – fast misstrauisch - und auf Abstand waren, nehmen sie einen nun an der Hand, in den Arm oder fangen einfach an deine Haare zu flechten.<br />Ganz besonders durch die Nachmittage und Nächte an der Schule, bei denen man gemeinsam badet, isst und spielt, komme ich meinen Schülern näher und habe die schönsten Momente.<br />Zum Beispiel bei einem Spaziergang mit meinen 4ern und 5ern, Gitarrenbegleitung, anschließendem Baden und „Trampolin“ hüpfen auf einem Reisstrohhaufen. Es macht so viel Spaß mit ihnen zu toben und am Ende in all die glücklichen und erschöpften Gesichter zu sehen.<br /><br />Als der Englischlehrer Bwe Soe krankheitsbedingt eine Zeit lang nicht an der Schule war, hat sich auch herausgestellt, dass die Kinder viel mehr verstehen, als ich anfangs angenommen hatte. Das Unterrichten – auch ohne ständiges Übersetzen – hat super geklappt.<br />Auch wenn es manchmal schwierig ist den ganz Kleinen vom Kindergarten ein Spiel zu erklären, so bekommen wir es mit etwas Geduld eigentlich immer hin.<br />Sie lieben es mit mir zu spielen und jedes Mal, wenn ich nach draußen zeige, können sie es kaum erwarten. Außerdem bringen sie mir auch gerne ihre Spiele näher, wobei es auch mal vorkommt, dass man am Ende auf dem Boden liegt.<br /><br /><br /><b>Die Weihnachtszeit</b><br /><br />Auch in der Vorweihnachtszeit habe ich viel gebastelt, da in dieser fast kein Unterricht stattfand. Mit Mitteln des Weltwärtsprogrammes habe ich zuvor die Bastelutensilien eingekauft.<br />Die Kinder haben Tänze und Lieder für die anstehende Weihnachtsfeier geprobt, darunter auch ein traditioneller „Bambusstangentanz“ (..) der Karen, bei dem die Kinder zwischen den sich öffnenden und schließenden Bambusstangen in einem bestimmten Muster hin und her hüpfen.<br />Die Kinder, die keine Beschäftigung hatten, habe ich versucht mit Basteln von Weihnachtsdekoration uvm., Spielen und dem Singen englischer Weihnachtslieder abzulenken.<br /><br />Zudem habe ich Einkäufe für die Weihnachtsfeier getätigt. Von weltwärts-Mitteln, wurden Getränke, Geschirr, Dekoration, Spiele und Früchte bezahlt, die ich dann mit dem Küchenauto zur Schule transportiert habe.<br /><br />Zur Weihnachtsfeier, welche am 26. Dezember stattfand wurde ich auf zehn Uhr einbestellt. Die eigentliche Feier begann jedoch erst um sieben Uhr abends, sodass ich die übrige Zeit mit Dekoration-Basteln, Singen, Tanzen und Spielen mit den Kindern überbrückt habe. Außerdem wurde beim Schlachten vom Schulschwein und Rupfen unendlich vieler Hühnchen und anschließendem Kochen zugesehen. <br />Zwischenzeitlich hat sich die Tochter einer Lehrerin rührend um mich gekümmert und mit ausreichend Essen und Süßgetränken versorgt. Dafür musste ich dann mit ihr und zwei weiteren Schülerinnen vor all den Schülern und deren Familien, sowie Schülern und Lehrern außerhalb, „We wish you a Merry Christmas“ singen.<br />Die Kinder haben außerdem ein Krippenspiel, verschiedene Tänze aufgeführt und das ein oder andere mir bekannte Weihnachtslied (jedoch in Karen) gesungen.<br /><br />Auch bei der Weihnachtsfeier an der P’Yan Daw, wo meine Mitfreiwillige Sarah unterrichtet, wurde mehrere Tage Weihnachten gefeiert, zu der wir eingeladen waren. Neben Essen, fanden tagsüber vor allem Spiele und Sportwettkämpfe statt, bei denen viele verschiedene Schulen vertreten waren.<br /><br />Es war spannend zu sehen, wie hier, fernab des gewohnten Weihnachten, gefeiert wird und wie mit recht einfachen Mitteln ein schönes Fest abgehalten werden kann, wobei meiner Meinung nach, schon fast zu viel Aufmerksamkeit diesem Event beigezollt wurde.<br /><br /><br /><b>Wo ich an meine Grenzen gestoßen bin</b><br /><br />Nach den Prüfungen, die für die meisten meiner Schüler positiv ausgefallen sind, wollte ich meinen Älteren nach der ganzen Lernerei mit etwas Besonderem motivieren. Aus meinen Vorschlägen hat sich die 4. Klasse „Drama and Acting“ und meine 5. Klasse für das Lesen eines Comics entschieden. Ersteres hat sehr gut funktioniert und wir hatten in dieser „Projektwoche“ sehr viel Spaß. Anders lief die Sache mit dem Comic. Die Kinder haben viele Vokabeln nicht gekannt. Mehrmals habe ich versucht zu erklären, dass es nicht wichtig wäre, alle Wörter zu verstehen und das man auch die Bilder „lesen“ kann. Allerdings haben das sowohl die Schüler als auch der Englischlehrer nicht verstanden. So hat er jedes einzelne Wort mit ihnen übersetzt und sowohl den Kindern, wie auch mir, den Spaß an der Arbeit genommen. Nach ein paar Stunden langweiligen Übersetzens und dem Wunsch des Lehrers doch lieber Grammatik zu üben, habe ich resigniert und hatte anschließend ein kleines Motivationstief, da ich feststellen musste, dass ich mit etwas Neuem hier nicht wirklich weit komme.<br /><br />Auch dass es vielen Schülern sehr schwer fällt Englisch zu lernen (was in Anbetracht dessen, dass sie vier verschiedene Sprachen und Schriften schon in der Grundschule lernen, kein Wunder ist) und man viel Geduld braucht, einigen etwas beizubringen, rüttelt ab und zu an mir. Vor allem die Leistungslücken bei einigen Schülern, die zum Beispiel letztes Jahr neu an die Schule kamen, fällt es schwer zu überbrücken. Manchmal weiß ich einfach nicht wie ich ihnen etwas beibringen soll, wenn ich sehe, dass sie selbst nach mehrmaligem Erklären und Wiederholen noch immer nichts verstanden haben.<br /><br />Außerdem fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass ich wenig an der Situation der Kinder hier ändern kann. Oft stelle ich mir die Frage, was für sie nach dem Schulabschluss kommt - was aus ihnen wird. Gerade als ich Berufe mit der fünften Klasse durchgenommen habe. Man stellt fest, dass sie hier einfach nicht die Möglichkeit haben Pilot oder Feuerwehrmann zu werden. Vermutlich werden die meisten, wie auch ihre Eltern, Bauern oder in einer Fabrik arbeiten.<br /><br />Auch sind Schüler der 5. Klasse teilweise abwesend oder kommen gar nicht mehr zur Schule, weil sie arbeiten. <br />Andere sind unmotiviert, machen keine Hausaufgaben oder haben selbst nach langem Üben immer noch keine der gelernten Vokabeln im Kopf.<br />Da musste ich mal wieder den Lehrer raushängen lassen und verdeutlichen wie wichtig Englisch doch für ihre Berufslaufbahn, sowie persönliche Entwicklung ist – obwohl ich, wie oben beschrieben, selbst manchmal Zweifel daran habe.<br /><br />Ein besonders motivierter Schüler, der vom Dolmetscher-Dasein träumt, begeistert mich jedoch immer wieder, indem er sich mit Extra-Arbeiten ins Zeug legt und seinen ungeahnten Englischkenntnissen.<br />Durch die eher niedrig gesteckten Erwartungen freue mich dafür um so mehr über kleine Erfolge und jeden englischen Satz, den sie mir entgegen rufen.<br /><br /><br /><b>Ausblick</b><br /><br />Jetzt, da man weiß, dass schon die Hälfte des Weltwärts-Jahres vorbei ist, beginnt man sich natürlich Gedanken darüber zu machen, wie man den Rest der verbleibenden Zeit am sinnvollsten nutzen kann.<br /><br />Gerne würde ich den leistungsschwächeren Schülern mehr Zeit zu wenden und ihnen vor den im März anstehenden Prüfungen Mut machen.<br />Auch würde ich gerne, vielleicht an Nachmittagen, mit interessierten Kindern einen Kleinen Malkurs machen, da ich während der Bastelei bei einigen Potential und Interesse entdeckt habe. <br /><br />Ich freue mich, dass es nach der Weihnachtszeit und den Ferien jetzt wieder richtig losgeht und ich wieder geregelter Unterrichten und Schlagzeugtraining geben kann. <br /><br />Während kurzer Reisen in den Norden und Süden Thailands, habe ich festgestellt, dass es mir in Mae Sot doch am besten gefällt. <br /><br />Auch wenn mir mein Leben hier sehr gefällt, vermisse ich das „zu Hause daheim“ manchmal. <br />Umso mehr freue ich mich, jemandem von dort, nämlich meiner Freundin, die mich gerade besucht, mein Leben hier vorzustellen und werde durch ihre neuen Eindrücke wieder einmal an die Besonderheiten dieses Ortes erinnert.<br /><br />Trotz gelegentlicher Durchhänger fühle ich mich hier noch immer sehr wohl und freue mich auf die verbleibende Zeit und Arbeit mit diesen beeindruckenden und einzigartigen Menschen und vielen weiteren interessanten Erfahrungen.<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:22:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Vortrag über die Situation in Burma</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/vortrag-ueber-die-situation-in-burma/</link>
			<description>Am 9.12.2011 bieten wir Ihnen einen Vortrag über die Situation in Burma an. 
Karl Förster wird...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 9.12.2011 bieten wir Ihnen einen Vortrag über die Situation in Burma an. 
Karl Förster wird über unsere Arbeit vor Ort an der Thai/Burma Grenze berichten.
Veranstaltungsort ist das Kunsthaus in der Reitbahn 3 in Ansbach. <br />Beginn ist um 19:00 Uhr, geplantes Ende um 20:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.]]></content:encoded>
			<category>Newsletter</category>
			<category>Helfen ohne Grenzen Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 14:19:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>How about Love - Filmvorführung in den Kammerspielen</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/how-about-love-filmvorfuehrung-in-den-kammerspielen/</link>
			<description>Helfen ohne Grenzen Deutschland, mit Sitz in Ansbach, zeigt am     27.11.2011 um 20 Uhr den Film...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Helfen ohne Grenzen Deutschland, mit Sitz in Ansbach, zeigt am     27.11.2011 um 20 Uhr den Film &quot;How about Love&quot; in den Kammerspielen.     Dieser wurde vom Schweizer Filmemacher Stefan Haupt geschrieben und     produziert. Stefan gab uns die Erlaubnis seinen Film als erste in     Deutschland zu zeigen. Sein Film spielt in zwei Welten, in der des     Schweizer Herzchirurgen Fritz und seiner Familie, dann in der     Problematik der Bürgerkriegsflüchtlinge aus Burma, die in einem Camp     im Grenzgebiet ausharren. 
[...] Fritz ist         beseelt und besessen von seiner Arbeit als Herzchirurg. Auf         Drängen seiner Frau Lena unternehmen die beiden eine gemeinsame         Urlaubsreise in den Norden Thailands. Dort besuchen sie einen         früheren Arztkollegen, der in einem abgelegenen Flüchtlingslager         nahe der burmesischen Grenze dringend ärztliche Versorgung         leistet. Von den Verhältnissen überrascht und tief berührt         entschließt sich Fritz, einige Zeit länger zu bleiben und         mitzuhelfen, während seine Frau zu seinen Kindern in die Schweiz         zurückkehrt.
Fritz kümmert         sich mit Hingabe um die Menschen im Camp. Er entdeckt das         faszinierend Fremde und taucht in eine unbekannte, neue Welt.         Während sein Schweizer Leben zunehmend in den Hintergrund tritt,         lernt er Jorm Leun Hkam kennen, eine         burmesische Flüchtlingsfrau, die sich zur Aufgabe gemacht hat,         Erfahrungsberichte von anderen Vertriebenen zu sammeln und         aufzuschreiben.
<p class="MsoNormal">Zerrissen         zwischen den Welten gerät Fritz in einen Strudel von Gefühlen         und Verstrickungen. Er muss herausfinden, was er als einzelner         wirklich tun und bewirken kann – und er findet eine         unkonventionelle Lösung, die sein Leben und das seiner Familie         in der Schweiz nachhaltig verändern wird.<b></b></p>
<p class="MsoNormal"><b>Eine           abenteuerliche Reise ins Fremde, die im eigenen Herz           endet ...</b></p>
<p class="MsoNormal">Wir von Helfen ohne Grenzen Deutschland sind seit zehn Jahren im       Grenzgebiet von Thailand und Burma tätig. Der Film von Stefan       Haupt gibt uns eine gute Gelegenheit die Situation und die       Problematik der Flüchtlinge und unserer Arbeit mit wenigen Worten       vorzustellen. Helfen ohne Grenzen Deutschland installierte und       betreut, u.a. mit der Unterstützung Dr. Htuns, eine große Anzahl       von Kinderprojekten in fünf Flüchtlingslagern und in Dörfern       entlang der Grenze.</p>
<p class="MsoNormal">Interessant, sehens- und       wissenswert [...]</p>]]></content:encoded>
			<category>Newsletter</category>
			<category>Helfen ohne Grenzen Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ettlinger Weihnachtsmarkt</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/ettlinger-weihnachtsmarkt/</link>
			<description>Alle Jahre wieder........Bereits im 8. Jahr unterstützen und Gustel und Lothar durch Ihre...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Alle Jahre wieder........<br />Bereits im 8. Jahr unterstützen und Gustel und Lothar durch Ihre Weihnachtsmärkte in Ettlingen und Karlsruhe. Schön ist es solche treue Unterstützer zu haben.]]></content:encoded>
			<category>Newsletter</category>
			<category>Helfen ohne Grenzen Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 15:37:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>Besuch im Camp Loi Sam Sip</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/besuch-im-camp-loi-sam-sip/</link>
			<description>Loi Sam         Sip ist wohl das ärmste der Flüchtlingcamps, das wir betreuen.
Es liegt        ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Loi Sam         Sip ist wohl das ärmste der Flüchtlingcamps, das wir betreuen.
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Es liegt         auf über 1.600 m ü.M. und es sind lange Wege dort hin zu         gelangen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Etwa 350         Menschen leben im Camp. Darunter auch 39 Kinder, davon 28         Vollwaisen, die         Eltern der verbleibenden Kinder sind verschollen. Vor etwa zwei         Jahren erfuhren         wir von den Kindern und den schlechten Zuständen in Loi Sam Sip.         Bei einem         Besuch 2009 konnten wir uns persönlich davon überzeugen, dass         diese Kinder         unsere Hilfe dringend brauchen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Alle         Kinder waren unterernährt, dreimal am Tag gab es nur Reis und         Kohl. Sie hatten         keine warme Kleidung, obwohl es nachts empfindlich kalt wird und         sich der Nebel         oft erst mittags verzieht. Der Lehrer und einzige Betreuer der         Kinder, nahm diese         in der Abenddämmerung zum Joggen und Fußballspielen, damit sie         nicht zu arg         frieren. Alle 39 Kinder waren in einem Gebäude untergebracht,         der Lehrer         schlief in einem kleinen Bretterverschlag nebenan, hatte 24         Stunden am Tag         Dienst.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Zwischenzeitlich         hat sich die Situation in diesem kleinen Flüchtlingscamp         wesentlich verbessert.         Wichtig ist: die Kinder bekommen nun ausreichende und gesunde         Nahrung. In Kürze         wird eine von uns finanzierte neue Unterkunft für die Jungs         eingeweiht. Ein         Buddhistischer Tempel aus Thailand spendet die warme Kleidung.         Aus dem einen         Lehrer und Betreuer wurden inzwischen vier. Auch diese Gehälter         finanzieren         wir, ebenso das Gehalt für die Köchin.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Trotz         allem ist die Situation für die Kinder in Loi Sarm Sip noch         immer erbärmlich.         Dringend wird eine neue Schule benötigt, auch die medizinische         Versorgung muss         verbessert werden. Alle anderen Camps, die wir betreuen, liegen         in der Nähe         eines anderen Dorfes, oder einer Kleinstadt, manchmal sogar mit         einem         Krankenhaus, das die Menschen im Notfall aufsuchen können.         Inzwischen können         wir manche unserer Kinder sogar in die Thailändische Schule         schicken, in Loi Sarm         Sip gibt es keine dieser Möglichkeiten. Es liegt abgeschieden im         Dschungel und         ist schwer erreichbar.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Die         Versorgung der 39 Kinder in Loi Sam Sip wurde in den letzten         Monaten von einem         Projektverantwortlichen aus der Schweiz übernommen, der dieses         Camp auch selbst         besuchte. Grosszügig unterstützt wurde die Schule vom Verein         SOMBAA (Swiss Open         MBA Alumni Association) sowie von Studierenden einer         Nachdiplomklasse aus der         Schweiz.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Wir         bedanken uns ganz herzlich für diese großzügige Unterstützung.         Für ein Kind         benötigen wir in etwa 35 € im Monat. Erstaunlich wenig für         unsere Verhältnisse,         die Gesamtsumme lässt sich leicht errechnen. Unser Bestreben         ist, die Situation         der Kinder dort zu verbessern und sie über die Grundbedürfnisse         hinaus zu         versorgen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-bottom: 6pt;"><span lang="DE-CH">Wollen         Sie uns bei diesem Vorhaben unterstützen, bitte überweisen Sie         mit dem Vermerk:         LSS. Vielen Dank!</span></p>
Picasa: <link https://picasaweb.google.com/116384590405060936002/BesuchImCampLoiSamSip - external-link-new-window>https://picasaweb.google.com/116384590405060936002/BesuchImCampLoiSamSip</link>]]></content:encoded>
			<category>Newsletter</category>
			<category>Helfen ohne Grenzen Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 22:58:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Einblicke in das Leben im Camp Kong Mong Mung </title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/einblicke-in-das-leben-im-camp-kong-mong-mung/</link>
			<description>Das Flüchtlingscamp Kong Mong Mung hat sich im recht gesund entwickelt.  Seit knapp drei Jahren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Flüchtlingscamp Kong Mong Mung hat sich im recht gesund entwickelt.  Seit knapp drei Jahren sind wir dort nun tätig. Etwa 15 Familien mit 24  Kindern waren aus dem Kriegsgebiet gekommen und hatten sich in diesem  kleinen Tal niedergelassen. Am Anfang war da absolut nichts. Keine  Unterkünfte, keine Schule, keine Küche, Kantine oder Hospital. Die  Kinder waren unterernährt und hatten schlimme Infektionen. Herr Elsner  aus Frankfurt unterstützte dieses Projekt von Anfang an mit sehr hohen  Summen, vor allem für die Erstellung der neuen Bauten. Er übernahm die  volle Unterstützung für die anfangs 50 Waisenkinder. Eine Fördergruppe  aus Hof bildete sich und übernahm die Kosten für die Betreuung der  anderen etwa 50 Kinder. Die Anzahl dieser war sehr schnell gewachsen,  nachdem in den umliegenden Dörfern bekannt wurde, dass in KMM die Kinder  ernährt werden und in die Schule gehen können. 
Inzwischen hat sich die Anzahl der Kinder auf 78 reduziert. Sie sind  gesund, gut genährt, besitzen warme Kleidung, jedes hat seinen eigen  Schulranzen und Teller. Die beiden Unterkünfte, eine für die Jungs, eine  für die Mädchen, die Küche und Kantine, das Lehrerbüro und sonstigen  Bedarf für 50 Kinder wurden von Herrn Elsner übernommen. Inzwischen  haben wir ein Zweites Schulgebäude erstellen müssen. Es gibt nun acht  Schulklassen und acht Lehrkräfte. Kong Mong Mung ist das beste Beispiel  für eine gesunde Zusammenarbeit. Mit einer Organisation aus England  teilen wir uns zusätzlich die anfallenden Kosten für einen Teil der  Kinder, ebenso für das neue Schulgebäude. Eine Organisation aus  Australien finanziert das neue Hospital und den inzwischen erstellten  Kindergarten.
Die Gebäude sind eine Sache, die anfallenden laufenden Kosten für fast  80 Kinder, alle ihre Bedürfnisse zu decken, die Gehälter der Lehrkräfte  und Betreuerinnen, aufbauen und weiterbilden, eine andere. Eine große  Aufgabe, auch finanziell.
In der Fotogalerie können Sie einen kleinen Einblick in das Leben der  Menschen in Kong Mong Mung erhaschen. Wollen Sie für dieses Projekt  unterstützen, bitte mit dem Vermerk: KMM 
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			<category>Newsletter</category>
			<category>Helfen ohne Grenzen Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 14:19:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>End of Buddist Lent</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/end-of-buddist-lent/</link>
			<description>So wie es bei uns die Fastenzeit gibt, wird diese auch im Buddhismus  zelebriert. Diese endet im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[So wie es bei uns die Fastenzeit gibt, wird diese auch im Buddhismus  zelebriert. Diese endet im Oktober mit dem Vollmond. Ein großes Fest das  den Menschen viel bedeutet. The &quot;End of Buddist Lent&quot;, das Ende der  Fastenzeit.
Auch im Flüchtlingscamp Loi Kaw Wan wurde im Buddhistischen Tempel und  anderen Orten gefeiert. Ebenso in den umliegenden Dörfern. Alle taten  sich zusammen, die Lehrer, die Sanitäter, die Mönche, die Schulkinder  halfen in ihrer Freizeit. Das Ziel war 1.000 Laternen für das Fest  herzustellen, was auch gelang. Der Bambus wurde aus dem Dschungel  geholt, die anderen Materialien durch Spenden finanziert 
Eine etwas andere Art zu feiern. Viele unserer Jugendlichen führten  traditionelle Tänze vor, wofür sie von den Besuchern und der Leitung des  Camps geehrt wurden. Viele Stände waren aufgebaut und es gab lecker  Essen. Die kleinsten der Kinder wurden im Tempel versorgt. Dies war  wiederum möglich durch die Spende der Mönche aus Thailand.
Auch wenn die Menschen sonst nicht viel haben, ihre Tradition und Kultur  ist ihnen sehr viel wert und hält sie aufrecht 
Picasa: <link https://picasaweb.google.com/116384590405060936002/EndOfBuddhistLent - external-link-new-window>https://picasaweb.google.com/116384590405060936002/EndOfBuddhistLent</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 14:00:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Besuch im Kindergarten im Flüchtlingscamp Loi Kaw Wan</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/besuch-im-kindergarten-im-fluechtlingscamp-loi-kaw-wan/</link>
			<description>Anfang des Jahres wurde das neue Gebäude für den Kindergarten im     Camp Loi Kaw Wan fertig...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Anfang des Jahres wurde das neue Gebäude für den Kindergarten im     Camp Loi Kaw Wan fertig gestellt. Wir hatten es als Mehrzweckgebäude     konzipiert. Der Kindergarten, die Nähstube und ein Gruppenraum für     die Jugendlichen wurden dort eingerichtet.
Die kleinen Kinder in LKW versorgen wir bereits seit 2005. Das alte     Gebäude war dann doch schon arg baufällig und wir mussten was     unternehmen. Im Unterricht werden die Kinder bereits sprachlich     geschult. Ihre eigene Sprache, die der Shan aus Burma, dürfen sie in     ihrer Heimat, die vom Burmesischen Militär besetzt ist, nicht     lernen. Es ist schön die Kinder so gut versorgt zu sehen. Noch eines     hat sich geändert. Früher sind die Kinder immer laut schreiend davon     gelaufen, wen sie so Westerner (Langnasen) wie uns sahen, heute sind     sie sehr anhängig.
Sollten Sie unseren Kindergarten in Loi Kaw Wan unterstützen wollen,     überweisen Sie bitte mit dem Vermerk: Kindergarten LKW
Picasa: <link https://picasaweb.google.com/116384590405060936002/KindergartenImFluchtlingscampLoiKawWan - external-link-new-window>https://picasaweb.google.com/116384590405060936002/KindergartenImFluchtlingscampLoiKawWan</link>]]></content:encoded>
			<category>Newsletter</category>
			<category>Helfen ohne Grenzen Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 13:55:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erster Quartalsbericht Isabel Schmitt, Mae Sot, Thailand, Oktober 2011</title>
			<link>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/erster-quartalsbericht-isabel-schmitt-mae-sot-thailand-oktober-2011/</link>
			<description>Sawadi Kha (Thai), Ohsulasai (Pow Karen), Osuah (Skaw Karen), Mingalaba (Burmesisch), Hello &amp;...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Sawadi Kha (Thai), Ohsulasai (Pow Karen), Osuah (Skaw Karen), Mingalaba (Burmesisch), Hello &amp; Hallo.
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de"></span>Nun bin ich schon fast drei Monate hier und viel mehr als diese Worte kann ich in den hiesigen Sprachen meistens noch nicht sagen. Drei Monate in denen viel passiert ist. Drei Monate mit vielen neuen Eindrücken, anderen Menschen, anderen Sitten, anderem Essen und gleich vier anderen Sprachen. Drei Monate hier bei Help without Frontiers Thailand, in Mae Sot, das ich schon jetzt mein zu Hause nenne.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de"><b>Wie ich zu Helfen ohne Grenzen kam</b></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de"><b></b></span>Ein &quot;zu Hause&quot; war Thailand für mich bereits während meiner Kindheit. Meine Familie verbrachte fast drei Jahre in Prachuap Khiri Khan. Mein Vater arbeitete dort als Entwicklungshelfer. Damals, von 1993-1996, und auch später bei mehreren Reisen nach Thailand) war mir natürlich noch nicht klar, wieso Papa öfters mal ein paar Tage weg war und was genau er machte. Mir war nicht bewusst, dass er sich schon zu dieser Zeit genau mit den Problemen auseinandersetzte, die nun auch mich beschäftigen. Schon damals besuchte mein Vater die Karen IDPs (Internally Displaced People) und Flüchtlinge, um sie mit in Deutschland gesammelten Spenden zu unterstützen. Später bekam ich bei einem seiner Dia-Vorträge die ersten Eindrücke seiner Trips dort: provisorische Plastik-Planen-Unterkünfte, Zerstörung, Feuer, Armut und Elend. Wieso aber Menschen so leben müssen, konnte ich damals dennoch nicht verstehen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Durch meinen Vater erfuhr ich von der Organisation Helfen ohne Grenzen (HOG) aus Südtirol, die die burmesischen Flüchtlinge in Mae Sot vor allem durch Bildungsprojekte unterstützt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ich begann mich mehr mit diesen Themen, dem Völkermord der burmesischen Regierung gegen die Minderheiten und auch mit der Flüchtlingsproblematik, zu beschäftigen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Erste Kontakte mit der quirligen und bunten Grenzstadt und den Leuten von der Partnerorganisation Help without Frontiers Thai Foundation (HWF) konnte ich bereits im Winter 2009/10 und im Sommer 2010 knüpfen, als ich meine Schwester Annelie während ihres Weltwärts-Einsatzes dort besuchte. Ich hatte eine wundervolle Zeit und habe während meines Aufenthaltes ein kleines Bastel-Projekt an der Noh Bo Deh (NBD) Schule mit den Schülern meiner Schwester durchgeführt. Inzwischen sind es meine Schüler.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><b>Bedenken</b></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Was mich erwarten und wo ich eingesetzt werden würde, wusste ich also bereits. Auch einige Mitarbeiter und die meisten Projekte von HWF Thailand kannte ich schon. Obwohl es mir natürlich schwer fiel meine Heimat und liebgewonnene Menschen zurückzulassen, war ich ziemlich gelassen und habe mich auf das weltwärts-Jahr gefreut. Bedenken hatte ich dennoch, und zwar wegen meiner fehlenden Qualifikation als „Lehrerin“. Da ich auch wusste, dass bereits ein &quot;einheimischer&quot; Englischlehrer dort unterrichtet, dachte ich, ich könnte vielleicht überflüssig sein. Außerdem machte ich mir Gedanken wie „Was wenn ich gar nichts machen kann, aber das auch nicht einfach so hinnehmen kann?“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ich finde mich hier mittlerweile gut zurecht und habe mich eingelebt. Der Straßenverkehr (hier links) und alltägliche Anforderungen stellen für mich keine Schwierigkeiten mehr dar. Auch mit dem bisschen Thai, das noch in meinem Kopf ist, Händen und Füssen komme ich einigermaßen durch.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><b>English Teacher</b></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Seit Ende Juli bin ich jetzt „English-Teacher“ an der NBD Schule, die etwa 15 km außerhalb von Mae Sot idyllisch in einem Teakwald liegt. Montags, Dienstags und Freitags unterrichte ich dort sieben Schulstunden. Die Kinder vom Kindergarten bis zur fünften Klasse im Alter von 6 bis 17 Jahren sind fast ausschließlich Karen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Auch wenn ich gerne dort hingehe, hatte ich in den ersten Wochen starke Zweifel daran, ob die Kinder überhaupt etwas lernen. Hiesige Lernmethoden beinhalten vor allem Abschreiben, Nachsprechen, Auswendiglernen. Am nächsten Tag war von dem &quot;Gelernten&quot; nicht mehr allzuviel abrufbar. Nach zwei bis drei Wochen dann der erste spürbare Erfolg: einige Kinder der zweite Klasse, mit denen ich eine einfache Konversation geübt hatte, haben in den zwei folgenden Freistunden immer wieder diese Fragen und Antworten wiederholt. Durch die dünnen Bambuswände könnte ich sie von nebenan natürlich hören und habe mich sehr über ihre selbständiges Sprechen gefreut.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Anfangs hatte ich Schwierigkeiten zusammen mit dem dortigen Englischlehrer zu unterrichten, da er ja an zwei Tagen alleine unterrichtet. Ich kam immer vorbereitet zur Schule um dann festzustellen, dass er weiter mit dem Lehrbuch arbeiten wollte. Meine Vorstellungen wollte ich ihm nicht aufdrängen, weil ich seine Autorität und Methoden nicht in Frage stellen konnte. So kam ich morgens zur Schule, habe geschaut, was er zuvor unterrichtet hat und den Unterricht dann fortgesetzt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Mittlerweile haben wir beide einen guten Mittelweg gefunden, was vielleicht auch daran liegt, dass wir beide, sowie alle Englischlehrer der HWF Schulen - an einer Lehrerfortbildung (Grazie Valeria!) teilgenommen haben. Meistens bereite ich etwas vor und wir machen den Unterricht gemeinsam oder er übersetzt bzw. erläutert. Aufgelockert oder abgerundet wird der Unterricht dann durch Lieder und Spiele.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Seit zwei Wochen bereite ich die Schüler nun auf die anstehenden Prüfungen vor. Einige habe ich zusammen mit dem Englischlehrer gemacht, einige jeder von uns alleine. Einerseits will ich es den Schülern nicht zu leicht machen, hoffe aber auch, ihnen durch das ständige, oft spielerische Wiederholen, etwas die Angst genommen zu haben.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><b><span lang="de">Schulalltag</span><span lang="de"></span></b></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">In der Schule fühle ich mich angenommen und sehr wohl. Vor allem durch die Zeit, die ich auch außerhalb des Unterrichts dort verbringe, komme ich meinen Schülern näher. Nach dem Unterricht wird zusammen gespielt oder gelernt und Wasser vom nahen Bach geholt. </span><span lang="EN-GB">Später folgte die Frage &quot;Teacher want to have a bath?&quot;. </span>Traditionell mit Longyi (burmesisch; kommt dem thail. Wickelrock nahe), viel Publikum und Unbeholfenheit meinerseits. Nach Essen, Abendgebet und Singen - die meisten der Lehrer hier sind Christen - wird dann weitergelernt. Schön war als die Kids später zu mir kamen und fragten wie man bestimmte Sachen ausspricht oder was sie für die Prüfungen lernen könnten. Geschlafen wird dann auf dem Boden auf der Veranda der Bambushütte mit Bastmatte, Decke, Kissen, Schlafsack und Moskitonetz. Morgens zwischen 5 und 6 stehen die ersten Kinder auf und fangen laut an zu lernen. Dann wird das ganze Schulgelände sauber gemacht, Essen gerichtet, gegessen, weiter gelernt, die Nationalhymnen gesungen und gebetet. Um 8.50 Uhr fängt dann der Unterricht an.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><b><span lang="de">Gegenseitiges Lernen und neue Erfahrungen</span><span lang="de"></span></b></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Das Unterrichten macht mir überraschenderweise sehr viel Spaß. Während ich letztes Jahr noch selbst und sehr ungern zur Schule ging, &nbsp;</span>bereitet es mir jetzt viel Freude. Auch dass ich Schwierigkeiten damit hatte, Vorträge zu halten oder vor der Klasse zu reden, bereitet mir jetzt keine Probleme mehr. Es macht mir nicht einmal mehr etwas aus, meinen Schülern ganz ohne musikalische Begleitung vorzusingen. Tagsüber läuft der Generator nicht, und ich kann keinen CD-Player o.ä. benutzen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Völlig neu für mich ist der Respekt den die Schüler hier ihren Lehrern entgegenbringen und das, obwohl ich zum Teil nur zwei Jahre älter bin als sie es sind. So laufen sie zum Beispiel immer geduckt an einem vorbei, nehmen einem die Teller ab, wenn man selbst abspülen will. Beim Begrüßen und wenn jemand etwas zum Unterricht beizutragen hat, wird aufgestanden. Meistens vergesse ich anschließend „Sit down“ zu sagen und bemerke dann beim Umdrehen erst, dass sie noch immer Stehen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Immer wieder bin ich erstaunt wie ideenreich die Kinder sind. Da kaum einer Spielsachen hat, bauen sie sich diese einfach selbst aus Naturmaterialien oder Resten. Ständig sehe ich sie neue und lustige Spiele in den Pausen spielen. Heute haben sie ein self-made Karussell erprobt: vier Kinder setzten sich auf den Boden und verhaken ihre Beine untereinander. Zwischen jedem Sitzenden steht ein Kind und alle halten sich an den Händen. Die stehenden Kinder rennen los und ab geht’s.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Was ich nicht erwartet habe, ich werde wirklich „lehrerhafter“. Wenn ich sehe, dass die fünfte Klasse nach 3 Stunden immer noch so gut wie keine „Gegenteile“ gelernt hat, würde ich am liebsten Tests mit ihnen schreiben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">In der New Day Schule, an welcher nicht genug Lehrer sind und in der ich jetzt jeden Donnerstag Kinder der zweiten bis zur fünften Klasse unterrichten soll, habe ich neulich sogar mit einem Stift auf den Tisch geklopft und bin auch lauter geworden.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de"><b>Unterricht an der New Day Schule und Unterschiede zur NBD Schule</b></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de"></span>Insgesamt besuchen 510 Schüler, vorwiegend burmesische Kinder, die Schule. Es sind etwa 30 bis 50 Kinder in einen engen Klassenraum gequetscht. An der NBD Schule sind es hingegen im Durchschnitt 14 Kinder in einer Klasse und insgesamt nur 115 Schüler besuchen sie. Im Gegensatz zur New Day gibt es an der NBD ein Schülerheim, wo insgesamt 75 Kinder untergebracht sind und dort gemeinsam mit den Lehrern leben. Die anderen Kinder leben mit ihren Familien im oder außerhalb des Dorfes oder auf der burmesischen Seite des Flusses. An der New Day kommen Kinder, deren Eltern in Mae Sot und Umgebung leben, täglich dorthin.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Es gibt noch mehr Unterschiede. Das Unterrichten ist anstrengender. Die burmesischen Migrantenkinder sind lauter, frecher, kindlicher, wilder (letztes Mal sind mindestens fünf Kinder beim Spielen am Boden gelegen) und irgendwie aufdringlicher. Dennoch sind sie ungemein süß und freundlich. Schon am ersten Tag, als wir die Schule besuchten hörten wir von überall „Mingalaba“. Schwierig ist es da sie häufig nicht einmal Grundlegendes wie „only girls now“ verstehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:auto; text-align:justify;mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"><b><span lang="de">Andere Aufgaben bei HWF</span></b></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Neben dem Unterrichten und Vorbereiten helfe ich auch im Büro aus. Mit dem Drucker bin ich dank gefühlten 1000 Prüfungskopien jetzt auch vertraut.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Anfangs haben wir zum Beispiel die Schülerausweise hergestellt. Beim Bildermachen konnten wir so teilweise auch die unterschiedlichen Schulen kennen lernen. Anschließend wurde bearbeitet, gedruckt, geschnitten, laminiert und die fertigen Ausweise ausgeteilt. Auch kleine Aufgaben wie Übersetzen oder Büchersortieren/ Austeilen gehören dazu.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Manchmal unterstütze ich auch das Rays of Youth Team (ROY; ehemals MYN) bei ihrem Training an den Schulen, wo sie vor allem Aufklärungsarbeit wie Hygiene, Verkehrsregeln und Menschenhandel uvm. thematisiert, leisten. Gerade stehen wir den fünf jungen Leuten und der „peers“ (20 Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren, die von dem ROY Team ausgebildet werden) auch bei ihren Community Roadshows durch Vorbereiten oder Filmen/ Fotografieren zur Seite.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Zwei Mal die Woche kommen Kinder und Jugendliche von unseren Migrantenschulen zur Musikschule und werden dort von dem Musiklehrer und Eh Mwe, der das Musikprojekt leitet, im Singen, Klavier-, Bass-, Gitarre- und Schlagzeugspielen unterrichtet. Ein paar Mal war ich dabei um den Kids zu helfen oder einfach mit zu singen/ spielen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de"></span>Jeden Samstag kommen die „Music Peer Kids“ ins Office um den ganzen Tag gemeinsam zu üben. Von 9 bis 16 Uhr gebe ich zwei Jungs Schlagzeugtraining. Das macht viel Spaß weil die Jungs wirklich motiviert und talentiert sind. Ich kann jedes Mal neue Erfolge sehen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Außerdem lassen uns die Mitarbeiter von HWF an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Ob bei Geburtstags- oder Staff-of-the-year-Parties, beim Karen Wrist Tying (einem alljährlichen Megaevent, bei dem man rot-weisse Armbaender von Bekannten aber vor allem Fremden umgebunden bekommt zum Schutz des eigenen „Geistes“) oder Community Besuchen, die einen einen Einblick in die Kultur und Lebensweisen der Menschen hier geben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de"></span>Projektreise zu den Projekten von Helfen ohne Grenzen e.V.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Ende August haben wir dann einen Projekttrip in den Norden Thailands und den angrenzenden Shan State (Burma) unternommen. Wir haben die Projekte von Helfen ohne Grenzen Deutschland, unserer Entsendeorganisation, besucht.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Details: <link http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/projektreise-helfen-ohne-grenzen-deutschland-22082011-31082011/ - external-link-new-window>http://www.helfenohnegrenzen.de/nc/aktuell/news/news-detail/article/projektreise-helfen-ohne-grenzen-deutschland-22082011-31082011/</link></p>
<p class="MsoNormal" style="mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:auto; text-align:justify;mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"><span lang="de"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Der Trip war für mich sehr interessant, weil wir so auch mit einer anderen burmesischen Minderheit in Kontakt gekommen sind. Die Shan, die wir in den IDP und Flüchtlingscamps kennen gelernt haben, haben uns sehr herzlich empfangen. Wir haben das Leben im IDP Camp aus eigener Hand erfahren dürfen, als wir dort mehrere Tage untergebracht waren.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><b>Ausblick</b></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Ich hoffe, einen noch besseren Einblick in das Leben der Menschen hier, insbesondere meiner Schüler zu bekommen. Ich möchte eine Sprache lernen, doch weiß ich immer noch nicht, mit welcher ich hier „am weitesten“ komme.</span><span lang="de"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Auf der einen Seite würde ich mich gern mit meinen NBD Schülern unterhalten können, selbst erfragen können wieso der Junge jetzt weint und was passiert ist. Andererseits zwingt es auch die Schüler dazu Englisch zu reden, da sie wissen, dass ich kein Karen verstehe. Erst letzte Woche habe ich mich die ganz Mittagspause hindurch mit einer Schülerin aus der 5. Klasse in Englisch unterhalten. Auch wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe, hat es Spaß gemacht und es tat gut, dass sie sich für mein Leben interessiert hat und ich &nbsp;</span>ihr etwas über mein Zuhause erzählen konnte. Endlich hab ich mal mehr zu hören bekommen als „Teacher hungry?“ etc.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Da mir das Basteln und Malen mit den Kindern letztes Jahr so viel Spaß gemacht hat und sie so gut wie nie die Möglichkeit haben dies zu tun, möchte ich in den kommenden Ferien und &nbsp;</span>oder künftig, wenn ich in der Schule übernachte, nach dem Unterricht ein kleines Bastelprojekt starten.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Einmal habe ich das Gefühl hier als „satt“ beschrieben. Das Gefühl, zu viel gegessen zu haben dürfte bekannt sein. Das ist auch anstrengend. Ich bekomme hier so viel. Vor allem Freundlichkeit, Dankbarkeit und viele Lächeln entgegen gebracht. Ich fühle mich wohl, angenommen und angekommen, am richtigen Ort – „satt“ eben.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="de">Ich freue mich auf die nächsten Monate und hoffe, dass ich auch weiterhin so abwechslungsreiche und interessante Erfahrungen machen darf.</span><span lang="de"></span></p>]]></content:encoded>
			<category>Helfen ohne Grenzen - Weltwärts</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 13:43:00 +0100</pubDate>
			
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